ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2005Allgemeinmedizin: Angemessene Bezahlung gefordert

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Allgemeinmedizin: Angemessene Bezahlung gefordert

Dtsch Arztebl 2005; 102(40): A-2700 / B-2276 / C-2150

Niller, Harald

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LNSLNS . . . Der Hausarzt braucht mehr Geld und weniger Bürokratie. Seit knapp sieben Jahren wühle ich mich als Hausarzt der jüngeren Generation durch diese krank machende Bürokratie, fungiere als Kosten dämpfendes Sieb Tag und Nacht und lasse dafür mein Personal und mich von frustrierten Patienten anschnauzen. Dafür steht uns eine ausreichende Bezahlung zu. Obwohl ich erfolgreich ohne DMP und Hausarztverträge arbeite, erschlägt mich der bürokratische Aufwand. Dafür bin ich mir zu schade. Die Hausarztverbände versagen hier und knebeln uns durch bizarre Verträge. Unter diesen Voraussetzungen darf man heute keinem jungen Arzt die Niederlassung in eigener Praxis anraten. Und bei den Berechnungen zur hausärztlichen Versorgungslage wird eines vergessen: Kein bereits niedergelassener junger Hausarzt wird dieses System lange durchstehen. Sollte sich nichts ändern, gibt es nur einen Weg: das GKV-
System verlassen. Warum lassen sich Menschen mit einem knapp siebenjährigen Hochschulstudium von gebietsfremden Politikern und Kassenfunktionären so gängeln. Auch wenn jetzt wieder einige nörgeln und mit Ethikdiskussionen beginnen, ohne Ärzte funktioniert’s nun mal nicht.
Dr. med. Harald Niller,
Münchner Straße 18, 84539 Ampfing
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