ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2005Allgemeinmedizin: Hausärzte haben einen zu geringen Stellenwert

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Allgemeinmedizin: Hausärzte haben einen zu geringen Stellenwert

Dtsch Arztebl 2005; 102(40): A-2700 / B-2276 / C-2150

Linnemann, Lothar

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LNSLNS . . . Als Allgemeinmediziner bin ich seit zwölf Jahren niedergelassen und kann nach den Erfahrungen mit den äußeren Umständen keinem Kollegen empfehlen, in die Allgemeinmedizin einzusteigen. Als ich anfing, gab es wenige Beschränkungen, was die eigentliche Tätigkeit anging, es gab geringe Einschränkungen bezüglich Budgetierung. Heutzutage darf man, wenn man am Hausarztvertrag der Ersatzkassen teilnehmen möchte, Patienten nur noch über einen Gebietsarzt einweisen, es wird eine Wartezeit von 30 Minuten grundsätzlich vorgeschrieben, sodass sicher Patienten auf die Idee kommen, eine längere Wartezeit justiziabel zu machen. Gleichzeitig höre ich von Patienten, dass sie beim Gebietsarzt mit Termin mehrere Stunden Wartezeit haben, ohne dass dies im Hausarztvertrag erwähnt wird. Auch stelle ich fest, dass die Meinung der Gebietsärzte über die Hausärzte häufig von einer Überheblichkeit geprägt sind, ohne dass über unsere Arbeit irgendein Wissen besteht. Auch die Assistenzärzte im Krankenhaus scheinen der Meinung zu sein, dass wir Barfußärzte ohne großes Wissen sind. Wenn ich allerdings die Betreuung der Patienten und die Vielfältigkeit der Arbeit sehe, macht die Arbeit schon Spaß, sodass ich die Aussage des Kollegen Konrads bestätigen kann . . .
Dr. Lothar Linnemann, Kirchweg 9, 21776 Wanna
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