ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2005Allgemeinmedizin: Praxisgründung unattraktiv

BRIEFE

Allgemeinmedizin: Praxisgründung unattraktiv

Dtsch Arztebl 2005; 102(40): A-2701

Krüger, Stefan

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Hausarzt sein bedeutet, einen sozial und fachlich hoch qualifizierten Beruf auszuüben, dessen Lohn in Geld unzureichend zu messen ist. Der Artikel von Frau Korzilius macht dies deutlich. Auch, in welchem Maß ein Arzt zu dieser Tätigkeit „berufen sein“ muss und warum eigentlich der Arzt in seinem Umfeld solche Achtung genießt. Wenn aber das Einkommen aus der eigenen Arbeit aufgrund der derzeitigen Vergütungspraxis nur ungefähr planbar ist und der wirtschaftliche Erfolg der Praxis lediglich mittelbar mit der eigenen Anstrengung korreliert, ist für mich als junger Facharzt das finanzielle Risiko einer Praxisgründung unkalkulierbar. Offensichtlich ist jede ärztliche Tätigkeit am Patienten mit vergleichbar zeitintensivem Verwaltungsaufwand verbunden und zieht in zunehmendem Maß administrative Rückfragen von Kostenträgern und Verwaltungsinstanzen nach sich. Wann arbeiten die hausärztlichen Kollegen den Papierkram denn ab? Unter diesen Umständen erscheint mir das Berufsbild „Hausarzt“ bei aller aufrichtigen Hochachtung vor den solchermaßen tätigen Kollegen leider reichlich unattraktiv.
Dr. med. Stefan Krüger,
Berliner Straße 12,
65824 Schwalbach am Taunus
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige