ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2005Allgemeinmedizin: Weiterbildung zu teuer

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Allgemeinmedizin: Weiterbildung zu teuer

Dtsch Arztebl 2005; 102(40): A-2701

Hinz, Michael

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LNSLNS Mir stellt sich die Frage, in welche Kanäle die angeblichen 280 Millionen Euro versickern, bemerkt habe ich davon noch nicht viel. Ich arbeite als Assistenzarzt in einer Klinik in Südbayern, jeder Antrag auf eine Weiterbildung, die durch das Haus finanziert wird, ist ein Kampf wider starken Gegenwind! Additiv wird einem noch durch die hiesige Ärztekammer der Willen zur Weiterbildung faktisch unmöglich gemacht. Zwar soll der Arzt sich ja weiterbilden, um seine Qualität nicht nur zu halten, sondern auch zum „Wohl des Patienten“ kompetent hilfreich zu sein, aber wie soll man das noch finanzieren angesichts eines Kursangebotes, das mit seinen Kosten nur auf Chefärzte oder die Vorstände der Ärztekammern, die noch ganz nebenbei ihre Praxen pflegen, zugeschnitten erscheint? Ein Kompaktkurs für Allgemeinmedizin: 640 Euro, Kinderkurs für Allgemeinmedizin: 840 Euro, Chirotherapiekurs: 3 500 Euro, Akupunkturkurs mehr als 4 000 Euro, selbstverständlich angeboten von der Bayerischen Ärztekammer – wie praktisch, dabei auch „preiswert“ und „gut“! In der Assistenzarztzeit sind diese Kurse nicht finanzierbar, in der Praxiszeit aus Zeitmangel und bei einem Gehalt, das mit Fug und Recht als Scherz bezeichnet werden kann, erst recht nicht . . .
Michael Hinz, Therese-Giehse-Allee 73, 81739 München
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