ArchivDeutsches Ärzteblatt5/1997Organtransplantation von Schwein auf Mensch gestoppt

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Organtransplantation von Schwein auf Mensch gestoppt

afp

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LNSLNS LONDON. Die britische Regierung habe Organtransplantationen vom Schwein auf den Menschen vorläufig verboten, gab Ge­sund­heits­mi­nis­ter Stephen Dorrell Mitte Januar bekannt. Die Entscheidung sei aber nicht endgültig. Es sollten neue Erkenntnisse abgewartet und dann neu beraten werden. Vorerst seien aber alle derartigen Operationen verboten. Für die Transplantationen sollten Organe von speziell aufgezogenen Schweinen der Firma Imutran in Cambridge genutzt werden. Die Tiere wurden in strikter Isolation gehalten und mit Genen behandelt. Durch die Gene wurden Imutran zufolge Herzen und Nieren der Schweine menschenähnlicher gemacht und damit die Gefahr gemindert, daß sie vom menschlichen Organismus abgestoßen werden. Außerdem sollen durch die genetischen Veränderungen Tierviren, Bakterien und Pilze getötet werden.
Eine von der britischen Regierung beauftragte Expertenkommission kam zu der Erkenntnis, daß Transplantationen vom Schwein auf den Menschen auch nach der Sonderbehandlung der Tiere unkalkulierbare Gefahren bergen. Es bestehe das Risiko, daß bisher nur beim Schwein vorkommende Viren durch die Transplantationen die Barriere zum Menschen durchbrechen und die Menschheit mit einer neuen Krankheit konfrontieren könnten. afp
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