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LNSLNS Wer raucht, gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die "Entgeltfortzahlung während des Rauchvorgangs" verursache eine jährliche Kostenbelastung von mindestens zehn Milliarden DM. Diese wahrlich erschreckende Bilanz zog Ernst-Günther Krause auf der letztjährigen Vollversammlung der Koalition gegen das Rauchen. Nicht nur, daß Raucher Tag für Tag ihre Arbeitskollegen mit dem übelriechenden Qualm penetrieren. Nein, sie werden sogar fürs Rauchen bezahlt. Denn schließlich erfordert der Rauchvorgang Zeit. Viel Zeit.
Diplom-Handelslehrer Krause rechnet präzise und detailliert: Der 20-Zigaretten-Durchschnittsraucher verbringe mindestens 20 Minuten am Tag mit dem Handhaben derselben. Das Hervorholen, das Anzünden, das Einatmen des Tabakrauchs, das mehrmalige Ablegen in den Aschenbecher, das Wieder-in-die-Hand-Nehmen und letztendlich das Ausdrücken der Zigarette verursachten diesen Arbeitsausfall.
So geht das doch nicht! Stößt man in der Spezies Raucher gar auf den Genießer-Typen, nehmen die Ausfallzeiten dramatische Dimensionen an. Im Einzelfall könne dies, so Krause, über eine Stunde pro Tag sein, mehr als 27 Tage im Jahr. Dies erfordere eine Entgeltfortzahlung ohne Gegenleistung von mindestens 10 000 DM im Jahr. Kein Wunder, daß uns in allen Bereichen das Geld fehlt!
Enorme, noch nicht entdeckte Zeitbudgets treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe: Sind es nicht gerade die Raucher, die hemmungslos in die Schoko- oder Keksdose greifen? Man weiß es seit langem. Der Raucher an sich ist willenlos und schwach. Raucher können einfach nicht widerstehen. Das genußsüchtige und gierige Aufreißen des Schokoriegels, das mehrmalige In-den-Mund-Schieben desselben, der eigentliche Kauvorgang inklusive Weiterleitung des Schokobreis in den Oesophagus und schließlich die Entsorgung der Verpackung nehmen Zeit in Anspruch. Zeit, die unser aller Geld kostet.
Da Raucher zudem überaus .geschwätzige ...... Menschen sind, verbringen sie einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit, ..ihre Kollegen aufzuhalten. Mit ihrem unaufhörlichen Geblubber gehen sie auf die Nerven. Doch nicht nur das. Weitaus bedeutender sind die ökonomischen ...Auswirkungen: Beträgt die durchschnittliche Ablenkungszeit pro Kollege zehn Minuten am Tag, bei einer Kollegenanzahl von sechs, macht dies zusammen eine weitere Stunde "Entgeltfortzahlung ohne Gegenleistung" aus. Übrigens, sind es nicht gerade die Raucher, die während ihrer Arbeitszeit mehrmals täglich die Toilette aufsuchen? Je nachdem, wie weit das stille Örtchen vom Arbeitsplatz entfernt liegt, ist mit Ausfallzeiten von bis zu 27 Minuten zu rechnen. Pro Tag! Armes Deutschland!
Die hervorstechendste Charaktereigenschaft der Spezies Raucher ist eben Verantwortungslosigkeit. Auf allen Gebieten. Die Konsequenzen, die sich zwangsläufig daraus ergeben, kann man heute nur erahnen. Bisher standen medizinische Aspekte im Vordergrund. Raucher setzen ihre Gesundheit und die ihrer Mitmenschen aufs Spiel. Mindestens 20mal täglich. Das weiß doch inzwischen jeder. Die ökonomischen Verluste, um die geht es. Vorschlag: Jeder Raucher sollte mindestens die Hälfte seines monatlichen Bruttolohns an den Arbeitgeber zurückzahlen. Die Belästigung der Kollegen wäre bei dieser Regelung noch nicht einmal mit einbezogen. Zeigt sich die rauchende Arbeitnehmerschaft nicht einsichtig, wird der Rauchvorgang (und alle sich daraus ableitenden Vorgänge) womöglich zum Gegenstand parlamentarischer Beratungen – zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. SG
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