ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2005Arzneimittelsucht: Risiken ernst nehmen

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Arzneimittelsucht: Risiken ernst nehmen

Dtsch Arztebl 2005; 102(44): A-2980 / B-2520 / C-2372

Bühring, Petra

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„Basisinformationen“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen
Die Zahl der Arzneimittelabhängigen in Deutschland wird nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) auf 1,4 Millionen geschätzt; davon sind ein Drittel Frauen. Die DHS weist auf den zunehmenden problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente hin und warnt gleichtzeitig vor dem wachsenden illegalen Handel mit Medikamenten im Internet. Etwa fünf bis sechs Prozent aller verordneten Medikamente besitzen in ihren Nebenwirkungen ein eigenes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. Die einzelnen Arzneistoffe unterscheiden sich jedoch in ihrer Wirkung, ihren Anwendungsbereichen, der Stärke des Suchtpotenzials und in den Verläufen einer Suchtentwicklung. Die DHS will die Diskussion zum Thema Arzneimittelmissbrauch anregen – ein Thema, das nach Ansicht der Dachorganisation fast aller in der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe tätigen Verbände nicht ernst genug genommen werde.
In der neuen Broschüre „Basisinformationen Medikamente“ werden daher die wichtigsten Arzneimittel mit Suchtpotenzial vorgestellt und ihre Relevanz für Frauen und Männer in unterschiedlichen Altersstufen und Lebensphasen beleuchtet. Hingewiesen wird auch auf weitere Informationen und Hilfsmöglichkeiten.
Die Broschüre Basisinformationen Medikamente (Bestell-Nr. 33 230 003) ist kostenfrei bei der DHS, Postfach 13 69, 59003 Hamm, gegen einen Rückumschlag (0,77 Cent) erhältlich. PB
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