VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2005; 102(44): A-3047 / B-2576 / C-2420

Clade, Harald

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LNSLNS Dipl.-Kfm. Prof. Dr. rer. pol. Siegfried Eichhorn, von 1984 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1989 ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre des Gesundheitswesens an der Technischen Universität Berlin, Hilden, von 1953 in führenden Positionen beim Deutschen Krankenhausinstitut e.V. (DKI) in Düsseldorf tätig, seit 1988 geschäftsführendes Vorstandsmitglied, starb am 29. September im Alter von fast 82 Jahren in Düsseldorf.
Siegfried Eichhorn, der aus Wuppertal stammte, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. An dieser Universität legte er 1953 die Diplomprüfung für Kaufleute ab. 1954 wurde er zum Dr. rer. pol. promoviert (Doktorvater: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich Gutenberg). Ab 1953 war Eichhorn Direktionsassistent, später im Prüfungs- und Gutachterdienst bei einem Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsberatungsunternehmen tätig. Während dieser Zeit hat er die betriebswirtschaftliche Abteilung des DKI aufgebaut und war dessen erster Leiter. 1959 ist er zum Mitglied der Institutsdirektion ernannt worden. Bis zu seinem Wechsel an die Technische Universität Berlin war er geschäftsführender Direktor des DKI in Düsseldorf, einem Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf.
Siegfried Eichhorn hat sich 1972 für das Fach Medizinorganisation und Krankenhausökonomie an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf habilitiert. Er war Lehrbeauftragter an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln (1962 bis 1973), von 1965 bis 1972 an der Universität Düsseldorf und ab 1973 an der TU Berlin. Eichhorn zählt zu den Pionieren der Krankenhausbetriebslehre und Gesundheitsökonomie in Deutschland. Er ist der Nestor der deutschen Krankenhausökonomik. Zum Standardwerk wurde sein dreibändiges Werk „Krankenhausbetriebslehre – Theorie und Praxis des Krankenhausbetriebes“ (Kohlhammer Verlag, Stuttgart). Insbesondere durch die Übertragung der Theoreme und der Prinzipien der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und der Industriebetriebslehre hat Eichhorn zur Etablierung eines eigenständigen Lehr- und Forschungsgebietes Krankenhausbetriebslehre beigetragen. Umfangreich ist neben seiner ausgeprägten Forschungs- und Lehrtätigkeit auch sein wissenschaftliches, schriftstellerisch-publizistisches Werk. Mehr als 250 Buch- und Zeitschriftenbeiträge (darunter auch in der Zeitschrift für Betriebswirtschaft und das Krankenhaus), zahlreiche Gutachten und krankenhauspolitische Grundlagenschriften und Memoranden stammen aus seiner Feder. Aus seiner Schule stammen zahlreiche Krankenhausmanager und Hochschullehrer. Zu seinem 65. Geburtstag wurde Eichhorn eine umfangreiche, auch heute noch lesenswerte Festschrift gewidmet. HC
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