ArchivDeutsches Ärzteblatt8/1996Kuren: Kurkliniken gefordert
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LNSLNSLNSLNS . . . Was tun die Kurkliniken (der Verfasser arbeitete ja in einer solchen), um dieser vermeintlichen Ungleichbehandlung abzuhelfen? Liest man in den erforderlichen Abschlußberichten dieser Einrichtungen jemals etwas darüber, daß die "Kur" eigentlich nicht erforderlich gewesen sei? Nein! Das würde doch den Intentionen zuwiderlaufen, den "Laden voll auszulasten"!
Ursachen sind wohl zum einen die Ärzte – natürlich im Rahmen der Vorgaben (wenn man sie auch noch so schön dehnt) –, die hier sehr großzügig als Befürworter tätig sind, andererseits aber auch die Kurkliniken (einschließlich der dort angestellten Ärzte), die um Auslastung (aus Kostengründen) bemüht sind. Deren Ärzte trauen sich offenbar nicht, hier kritische Bemerkungen von sich zu geben (das schadet dem Geschäft). Ich weiß von genügend Fällen, in denen Kurpatienten zum Beispiel die ihnen verordnete Diät durch Kuchen und Eisbein in örtlichen Gaststätten "aufgebessert" oder gar die verordneten Medikamente in die Toilette geworfen haben. Ob dies allerdings die "Betuchten" oder die "Normalverbraucher" waren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nur: Konsequenzen bei Feststellung derartiger "Vergehen" gibt es in den seltensten Fällen!
Hier sind gerade die Kurkliniken gefordert. Was aber, bitte, tun die?
Herbert Ruhe, Rheinlandstraße 13, 65824 Schwalbach
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