ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2005Heilberufsausweis: Spezifikation steht

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Heilberufsausweis: Spezifikation steht

PP 4, Ausgabe November 2005, Seite 486

Krüger-Brand, Heike E.

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Foto: ddp
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Beschluss der Leistungserbringer zum elektronischen Heilberufsausweis

Die Herausgeber von elektronischen Heilberufsausweisen (Health Professional Card, HPC) haben die technische Spezifikation aktualisiert. Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung, Bundeszahnärztekammer, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Bundes­psycho­therapeuten­kammer, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und die Deutsche Krankenhausgesellschaft haben die Version 2.09 der HPC-Spezifikation beschlossen, die auch die sichere Kommunikation mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ermöglicht.
„Wir hoffen, dass die Industrie auf dieser Grundlage möglichst kurzfristig erste Prototypen für Heilberufsausweise vorlegen kann, damit wir – sobald auch die Spezifikation für die elektronische Gesundheitskarte vorliegt – mit Labortests beginnen können“, sagte Dirk Schladweiler, Leiter des Projektbüros Elektronischer Arztausweis der BÄK. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und der Datenschutz halten die Spezifikation für geeignet, um in den Tests praktikable Lösungen zu entwickeln. Mit dem Beschluss zur HPC erfüllen die Organisationen der Heilberufe die Anforderungen des Ministeriums.
Elektronische Heilberufs- ausweise sind notwendige Voraussetzungen für eGK-Anwendungen wie das elektronische Rezept und die elektronische Arzneimitteldokumentation. Die Chipkarten verfügen wie Kleinstcomputer über ein eigenes Rechenwerk und ermöglichen beispielsweise die „Card-to-Card-Authentication“, die gewährleistet, dass nur berechtigte Personen auf die Daten der eGK zugreifen können. Weitere Funktionen des elektronischen Heilberufsausweises sind die rechtsgültige elektronische Signatur, die Verschlüsselung beim Versand von Gesundheitsdaten und der Identifikationsnachweis des Nutzers.
Als Erste sollen die Ärztekammern Nordrhein, Westfalen-Lippe, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein die neuen Arztausweise in ihren Modellregionen erproben. KBr
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