ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2005Qualitätssicherung: Erfolgreicher Anlauf
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LNSLNS Einige der Dauer-Kritiker haben in Hessen Unterschriften gegen das TK-Modellprojekt zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie mobilisiert. Während alle Krankenhäuser in diesen Tagen ihre Qualitätsberichte im Internet veröffentlichen, kritisieren die Unterzeichner selbst pilothafte Ansätze zur Erprobung einer Qualitätssicherung der Psychotherapie.
Ein Blick über den hessischen Tellerrand hinaus ist da ermutigender: In der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe läuft das Projekt seit Mai mit 180 Psychotherapeuten sehr erfolgreich. Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten aller Schulen beteiligen sich aktiv. Nach drei Monaten zeichnet sich ab, dass Therapeuten und Patienten die Anwendung des Rückmeldesystems als Bereicherung und Fortschritt erleben.
Die Zielstellung des Projektes besteht nicht darin, wie fälschlich behauptet wird, Behandlungen „auf die dringend notwendige schnelle Befindensverbesserung“ zu reduzieren, sondern darin, moderne Ansätze zur Qualitätssicherung ergebnisoffen zu erproben und zu untersuchen. Die Konzeption des Vorgehens wurde von anerkannten universitären Einrichtungen entwickelt, über einen langen Zeitraum wissenschaftlich und öffentlich umfänglich diskutiert und mit vielen Interessengruppen konsentiert.
Qualitätssicherung unter ausdrücklicher Berücksichtigung der Erfahrungen von Patienten tut Not. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Qualität. Dies gilt auch (gerade?) für den Bereich
der Psychotherapie.
Hardy Müller, Techniker Krankenkasse, Hamburg, Leiter Versorgungsmanagement/
Projekte, Bramfelder Straße 140,
22305 Hamburg
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