ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2005Pflegeheime: Qualität entwickeln

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Pflegeheime: Qualität entwickeln

Dtsch Arztebl 2005; 102(46): A-3177

Lucke, Margot

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LNSLNS Im Rahmen meiner langjährigen ärztlichen Tätigkeit habe ich sehr viele Pflegeheime und deren Strukturen kennen gelernt und kann Frau Dr. Hibbeler nur zustimmen, wenn sie ausführt: „Über den Pflegenotstand und Missstände in Heimen ist viel gesprochen worden, angemessen reagiert haben die Verantwortlichen nicht. Was sich ändern müsste, ist bekannt: eine bessere Altenpflegeausbildung, weniger ungelernte Kräfte in den Heimen, ein angemessener Personalschlüssel und überschaubare Wohneinheiten.“ Diese Aussage ist allerdings zu kurz gegriffen: gut ausgebildetes Personal (Altenpflegerinnen sowie Krankenpflegerinnen) verlässt bestimmte Einrichtungen erfahrungsgemäß fluchtartig, sowie es die dortigen Gepflogenheiten erkannt hat und mit notwendigen Verbesserungsvorschlägen auf völliges Unverständnis, ja Ablehnung gestoßen ist . . . Solange es den Aufsichtsbehörden nicht gelingt, die oben beschriebenen Strukturen in Heimen aufzulösen, wird sich in den beschriebenen Einrichtungen wenig ändern; da hilft auch nicht die Aufstockung guten Personals. Es gibt aber auch – wie die Unterzeichnende immer wieder erlebt hat – wunderbar geführte Heime, in denen es unter den schwierigen Rahmenbedingungen durchaus gelingt, eine gute Pflege anzubieten. Qualität lässt sich nicht in die Einrichtungen hineinprüfen, sie muss gewollt sein und sich von innen heraus entwickeln . . .
Dr. Margot Lucke, Hansenhof 3,
30916 Isernhagen
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