ArchivDeutsches Ärzteblatt8/1996Arbeitszimmer: Schreibtischsitzbuch führen?
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LNSLNS Für die meisten Ärzte bleibt das häusliche Arbeitszimmer ab 1. Januar 1996 geschlossen. Ob über "Arbeitsmittel" die Hintertür wieder geöffnet werden kann, wie Herr Büser meint, erscheint doch sehr fraglich. Der Steuerpflichtige müßte beweisen, daß Einrichtungsgegenstände im privaten Wohnbereich (die "häusliche Arbeitsecke" hatte noch nie eine Chance, anerkannt zu werden) ausschließlich beruflich genutzt werden. Will man den Schreibtisch mit Sessel für private Korrespondenz, für Familienangehörige oder Gäste versperren oder ein Schreibtischsitzbuch führen? Einen zweiten Schreibtisch anzuschaffen, um dann einen steuerlich abzusetzen, wäre ein Schildbürgerstreich. Herr Büser selbst sieht den Pferdefuß: "Die beruflich erforderlichen Arbeitsmittel müssen stets steuerlich anerkannt werden . . . " Daß das Finanzamt schließlich eher wieder ein Arbeitszimmer anerkennen könnte, ist schon allein rechtlich ausgeschlossen.
Dr. med. D. Roggenstroh, Forellenweg 4, 83714 Miesbach
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