ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2005Nobelpreis: Ergänzungen

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Nobelpreis: Ergänzungen

Dtsch Arztebl 2005; 102(50): A-3502 / B-2960 / C-2472

Brunck, H. J.

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Foto: ZacPac®
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Zu Ihrem Artikel über die Verleihung des Nobelpreises für die Entdeckung des Helicobacter pylori erlaube ich mir, auf den Chirurgen Prof. Konjetzny, Ordinarius für Chirurgie in Hamburg, hinzuweisen, der nie müde wurde, ständig, aber erfolglos, für seine Meinung zu kämpfen, dass das Magenulkus Folge einer chronischen Gastritis durch bakterielle Infektion war und dafür die Targesin-Rollkur erfand, aber leider nicht die Beseitigung der Erreger erreichte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie heftig Internisten seine These bekämpften und an die Stirn über solchen Unsinn tippten, dass ein Chirurg sich anmaßte, über ein rein internistisches Thema eine eigene These zu propagieren. Ich habe selbst damals bei Konjetzny als Famulus in seinem Pathologie-Labor hospitiert, in dem alle resezierten Mägen auf Korkplatten aufgespannt, formalinfixiert und histologisch untersucht wurden. Konjetzny wies schon damals auf die eindeutige bakterielle Infektion als Ursache der Gastritis hin, ohne allerdings damals Anerkennung zu finden. Stattdessen nahm man psychisch bedingte Ursachen an . . .
Prof. Dr. med. H. J. Brunck,
Dorfstraße 55–57, 24857 Fahrdorf
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