ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2006Gesundheitswesen Estlands

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Gesundheitswesen Estlands

Dtsch Arztebl 2006; 103(1-2): A-31 / B-22 / C-22

Merten, Martina

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LNSLNS - Finanzierung: 13 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens des Arbeitnehmers führt der Arbeitgeber an die staatliche Kran­ken­ver­siche­rung ab (Estonian Health Insurance Fund); kostenfrei mitversichert sind unter anderem Arbeitslose, Kinder, Studenten, Rentner, Schwangere und nichtberufstätige Ehepartner; die ärztliche Notfallversorgung ist für alle kostenfrei.
- Kran­ken­ver­siche­rung: Das heutige Kran­ken­ver­siche­rungssystem in Estland existiert bereits seit 13 Jahren; es wird über die staatliche Kran­ken­ver­siche­rung und ihre inzwischen nur noch vier regionalen Patientenkassen verwaltet. Die Krankenkassen, die nicht im Wettbewerb miteinander stehen, schließen Verträge mit den Leistungserbringern im Gesundheitswesen ab. Versicherte können nur der Krankenkasse ihrer Region beitreten. Vom Budget der staatlichen Kran­ken­ver­siche­rung soll alles medizinisch Notwendige abgedeckt werden – ausgenommen die zahnärztliche Behandlung ab dem 18. Lebensjahr.
- Typus der Kran­ken­ver­siche­rung: Volks- beziehungsweise Bürgerversicherung mit Pflichtmitgliedschaft der Gesamtbevölkerung
- Private Kran­ken­ver­siche­rung: bislang nur sehr vereinzelt
- Selbstbeteiligung: Der Anteil der Zuzahlungen, die beim Besuch eines Facharztes, im Krankenhaus und bei Arzneimitteln anfallen, liegt bei circa 20 Prozent; beim Hausarztbesuch sind keine Zuzahlungen zu zahlen, ebenso ist der Besuch vieler Spezialisten zuzahlungsbefreit.
- Ambulante Versorgung: überwiegend in Gemeinschaftspraxen und Polikliniken; Primärarztsystem
- Stationäre Versorgung: in Universitätskrankenhäusern, Zentralkrankenhäusern, Kreiskrankenhäusern, Lokalkrankenhäusern sowie Rehabilitationszentren und Pflegezentren
- Gehalt der Ärzte: in der Regel zwischen 720 und 1 500 Euro brutto monatlich, vereinzelt an die 2 500 Euro brutto monatlich; Nebentätigkeiten sind erlaubt. MM
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