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Sepsis und MODS

Dtsch Arztebl 2006; 103(1-2): A-38 / B-28 / C-28

Werdan, Karl; Schuster, Hans-Peter; Müller-Werdan, Ursula

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Intensivmedizin: Umfassend, aktuell und kritisch
Karl Werdan, Hans-Peter Schuster, Ursula Müller-Werdan (Hrsg.): Sepsis und MODS. 4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2005, XII, 628 Seiten, 140 Abbildungen, gebunden, 79,95 €
Sepsis, schwere Sepsis und septischer Schock nehmen unter prognostischen, aber auch zunehmend unter sozioökonomischen Gesichtspunkten eine herausragende Rolle in der Intensivbehandlung kritischer Patienten ein.
Das Multiorgan-Dysfunktionssyndrom und das konsekutive Multiorgan-Versagen sind bei diesen Krankheitsbildern immer wieder und immer häufiger anzutreffen. Die Patienten sind zunehmend älter und weisen schon bei Eintritt in die Intensivmedizin eine hohe Komorbidität auf. Es ist bekannt, dass das Multiorganversagen nicht nur sehr häufig ist, sondern für bis zu 80 Prozent aller Intensivtodesfälle verantwortlich ist und natürlich eine hohe ökonomische Bedeutung besitzt.
Insofern ist es erfreulich, dass das deutsche Standardwerk „Sepsis und MODS“ nunmehr in der vierten Auflage vorliegt. Die Herausgeber haben dieses Werk über die Jahre konsequent weiterentwickelt und mit der aktuellen Auflage gründlich überarbeitet und an die aktuelle Datenlage angepasst.
Das Werk ist übersichtlich und didaktisch gut aufgebaut, die sehr ausführlichen pathophysiologischen Grundlagen werden durch Themen zur antimikrobiellen Therapie, Prophylaxe und Therapie der Organdysfunktion, Sepsis und Gerinnung und Sepsis bei speziellen Patientengruppen vervollständigt.
Der Leser kann sich einen sehr gründlichen Überblick über aktuelle Therapiestrategien verschaffen, auch neue und experimentelle Therapieverfahren werden umfassend dargestellt und kritisch bewertet. Dabei wird er durch übersichtliche Tabellen und Darstellungen unterstützt. Jedes Kapitel wird durch ein „Fazit für die Praxis“ abgerundet. Sehr erfreulich ist die klare Darstellung der aktuellen Therapieempfehlungen (basierend auf der „Surviving Sepsis Campaign“), zu Fragen der Antibiotikatherapie, aber auch zur Prävention der nosokomialen Sepsis. Die enge Zusammenarbeit der Herausgeber und Autoren mit der Deutschen Sepsis-Gesellschaft schafft hier einen zusätzlich hohen Evidenzgrad.
Uwe Janssens
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