ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2006Chronische idiopathische thrombozytopenische Purpura (CITP)

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Chronische idiopathische thrombozytopenische Purpura (CITP)

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LNSLNS Helicobacter pylori, für dessen Entdeckung die Australier Robin Warren und Barry Marshall diese Tage den Nobel-Preis erhalten, ist nicht nur für Geschwüre in Magen und Zwölffingerdarm verantwortlich, sondern auch für einige extraintestinale Erkrankungen. So steht zum Beispiel das MALT-Lymphom unter dem Antigenstimulus von H. pylori.
Japanische Autoren berichten jetzt über eine randomisierte, kontrollierte Studie bei Patienten mit chronischer idiopathischer thrombozytopenischer Purpura (cITP), die von einer H. –pylori- Eradikation profitierten. Die Studie umfasste 36 Patienten mit cITP, von denen 25 (69,4 Prozent) H.-pylori-positiv waren. Bei diesen wurde eine Eradikationstherapie durchgeführt, die in 84,6 Prozent der Fälle erfolgreich war. In der Gruppe der eradizierten Patienten war ein Anstieg der Thrombozyten über 150 000 beziehungsweise ein Anstieg um mehr als 50 000 gegenüber dem Ausgangswert bei 46,2 Prozent zu erreichen. Demgegenüber lag in der Gruppe der nichteradizierten Patienten die Responderrate bei null Prozent. Möglicherweise ist der anti-CagA-Antikörpertiter ein prognostischer Faktor für ein Ansprechen der Therapie, weil bei den Respondern signifikant höhere Titer nachweisbar waren als bei den Non-Respondern. w

T Suzuki, M Matsushima, A Masui et al.: Effect of Helicobacter pylori eradication in patients with chronic idiopathic thrombocytopenic purpura – a randomized controlled trial. Am J Gastroenterol 2005; 100: 1265–70.

Dr. T. Suzuki, Division of Gastroenterology & Hepatology, Department of Internal Medicine, Tokai University School of Medicine, Bohseidai, Isehara City, Kanagawa 259-1193, Japan

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