ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2006Mitteilungen: Änderungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM)

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Änderungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM)

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LNSLNS Der Bewertungsausschuss gemäß § 87 Abs. 3 SGB V hat in seiner 108. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) mit Wirkung zum 1. Januar 2006 Änderungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) beschlossen.
Es handelt sich hier insbesondere um:
– Die Möglichkeit zur Abrechnung der Leistung nach der Nr. 01102 (Inanspruchnahme an Samstagen) neben der Leistung nach der Nr. 01413 (Besuch eines weiteren Kranken in derselben sozialen Gemeinschaft) unter der Voraussetzung, dass der Besuch des weiteren Kranken auf besondere Anforderung erfolgt.
– Die Angleichung der Bewertung der Leistung nach der Nr. 01730 an die Änderungen der Krebsfrüherkennungsrichtlinien, die am 19. Juli 2005 vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss beschlossen wurden. Zur Abbildung der erhöhten Sachkosten des jetzt obligat mit Spatel und Bürste durchzuführenden Abstriches aus dem Zervikalkanal wurde die Bewertung der Leistung nach der Nr. 01730 auf 375 Punkte erhöht.
– Des Weiteren wurde eine zweite Anmerkung zur Leistung nach der Nr. 01730 aufgenommen, welche besagt, dass mit der Berechnung der Leistung nach der Nr. 01730 auch die entstehenden Zusatzkosten durch die Bürstenabstrichnahme abgegolten sind.
– Die Überschrift zur Leistung nach der Nr. 06321 wurde geändert in Untersuchung und ggf. Behandlung einer krankhaften Störung des binokularen Sehens für Versicherte ab Beginn des 6. Lebensjahres, um klarzustellen, dass diese Leistungsnummer auch für eine diagnostische Sitzung berechnet werden kann.
– In der 2. Anmerkung hinter den Leistungen nach der Nr. 09320 und 20320 wurden die baulichen Anforderungen an einen schallisolierten Raum, in dem audiometrische Untersuchungen ohne Kopf-
hörer stattfinden, durch Vorgabe der DIN ISO 8253-1 EN präzisiert. Dieser Beschluss wurde mit Wirkung zum 1. 1. 2007 gefasst.
– Um die Versorgungsrealität korrekt abzubilden, wurde die Überschrift zur Leistung nach der Nr. 33052 ergänzt durch die Ermöglichung der sonographischen Untersuchung des Schädels durch die offene Fontanelle bei Neugeborenen, Säuglingen oder Kleinkindern.
– Die Prüfzeit der Leistung nach der Nr. 30301 (sensomotorische Übungsbehandlung als Gruppenbehandlung) wurde von 15 auf 5 Minuten verringert.

Vorbehalt:
Das Unterschriftsverfahren zur Beschlussfassung der 108. Sitzung des Bewertungsausschusses ist eingeleitet. Die Bekanntmachung erfolgt somit unter dem Vorbehalt der endgültigen Unterzeichnung durch alle Vertragspartner sowie gemäß § 87 Abs. 6 Satz 1 SGB V unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).
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