ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Pflegeversicherung: Stationärer Sektor wächst

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Pflegeversicherung: Stationärer Sektor wächst

Dtsch Arztebl 2006; 103(3): A-84 / B-72 / C-72

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS VdAK und AEV: Pflegebedürftige werden zunehmend in Heimen versorgt.
Die stationäre Pflege wird immer stärker in Anspruch genommen. Während im Jahr 2002 knapp 600 000 Leistungsempfänger der sozialen Pflegeversicherung in stationären Einrichtungen lebten, waren es 2003 schon 613 000. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: 1996 waren es etwa 385 000. Das geht aus der Publikation „Ausgewählte Basisdaten des Gesundheitswesens 2005“ des Arbeiter-Ersatzkassenverbandes e.V. und des Verbandes der Angestelltenkrankenkassen e.V. hervor.
Die Zahl der Leistungsempfänger im ambulanten Bereich ist 2003 dagegen auf 1,28 Millionen zurückgegangen (von 1,29 Millionen im Jahr 2002). Auch die Zahl der ambulanten Pflegedienste ist rückläufig und verringerte sich von 12 976 (2002) auf 12 120 zum 1. Januar 2004. Der Heimsektor hingegen boomt. Anfang 2004 gab es 9 465 vollstationäre Einrichtungen. Seit 1999 sind mehr als 1 000 neue Pflegeheime entstanden.
Rund 1,9 Millionen Pflegebedürftige erhielten 2003 Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die Gesamtausgaben betrugen 17,5 Milliarden Euro (2002: 17,3). Im gleichen Zeitraum hat sich das Defizit der Pflegeversicherung fast verdoppelt, von 380 Millionen Euro im Jahr 2002 auf 700 Millionen Euro 2003. BH
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