ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Belegärzte: Honorarmisere
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LNSLNS „Existenzielle Sorgen“, unter dieser Überschrift berichtet das DÄ über die von ärztlichen Verbänden unterstützte Initiative des Bundesverbandes Deutscher Privatkrankenanstalten e.V. Als Vertreter des Hartmannbundes habe ich an den Gesprächen teilgenommen, und ich kann nur den Kopf schütteln über die Bedenken des Honorardezernenten der KBV, Herrn Kollegen Dr. Rochell, dass unter der Verwirklichung des Vorschlags der Status der Freiberuflichkeit der Belegärzte gefährdet sein könnte. Zunächst: Durch ihre Politik in den letzten Jahren hat die KBV wenig getan, um die Freiberuflichkeit der Ärzte zu stärken. Niederlassungsbeschränkungen mit Altersgrenzen, überbordende Bürokratie, leistungsbegrenzende Budgets wurden durch die KBV entwickelt, unterstützt oder zumindest nicht energisch bekämpft. Gerade für die Honorarmisere der Belegärzte ist die KBV mit hauptverantwortlich, da sie bei der Entwicklung des so genannten EBM 2000plus an die Belange der Belegärzte keineswegs gedacht hat. Das mangelnde Interesse der KVen liegt begründet in der Tatsache, dass das Belegarzthonorar aus dem ambulanten Topf fließt . . . Für die Lösung der angemessenen Honorierung ergibt sich eine leicht zu verwirklichende Grundlage: Man nimmt die in den Fallpauschalen ermittelten Kosten für den ärztlichen Dienst und leitet diesen Betrag an den Belegarzt weiter. Damit sind auch die Kosten für den nachgeordneten ärztlichen Dienst ein-
schließlich der Bereitschaftsdienstkosten abgegolten. Eine Gefährdung der Freiberuflichkeit sehe ich nicht, denn der Belegarzt könnte als so genannter freier Mitarbeiter tätig sein und damit nicht als angestellter Arzt . . .
Dr. med. Klaus Reichel,
Hubertussteig 7, 91217 Hersbruck
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