ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Belegärzte: Unheilvolle Entwicklung
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LNSLNS Zu dem Beitrag im DÄ seien mir sowohl als Betroffenen (Leiter einer großen chirurgischen Belegabteilung) als auch als aktiv Beteiligten (Sachverständigengruppe) einige ergänzende Anmerkungen erlaubt: Zunächst bin ich sehr erleichtert darüber, dass dieses sehr wichtige Thema nun auch öffentlich artikuliert wird und vor allem auch die beteiligten Entscheidungsträger aufmerksam geworden sind, um eine unheilvolle Entwicklung aufzuhalten, die letztlich in einem Desaster für die flächendeckende stationäre Versorgung der Patienten enden würde. Ich weise noch einmal darauf hin, dass die Förderung des Belegarztwesens in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich im SGB V fixiert ist und insbesondere in den §§ 140 a ff. bzw. in den §§ 115 und 121 SGB V festgeschrieben ist. Bei der Gestaltung des EBM 2000plus ist diese Fachgruppe der deutschen Ärzteschaft völlig übersehen worden, wie dies später auch von KBV-Chef Köhler eingestanden wurde. Hilfsweise Konstruktionen, mit denen wir seit April 2005 arbeiten und rechnen müssen, werden der Leistung und auch der Bedeutung dieser Fachgruppe in keiner Weise gerecht, eine wirtschaftliche Arbeitsweise ist nicht mehr möglich. Ergänzend zu den von Ihnen genannten Zahlen darf ich betonen, dass allein in Rheinland-Pfalz mehr als 300 Belegärzte 36 Prozent aller Klinikbetten versorgen. Es gibt darüber hinaus bundesweit 191 reine Belegkrankenhäuser, die grundsätzlich in ihrer Existenz bedroht sind. Gerade im ländlichen Versorgungsbereich werden die Ausfälle spürbar sein . . .
Dr. med. Dipl. oec. med. M. Bausch, St. Elisabeth-Krankenhaus, Ostallee 3, 56112 Lahnstein
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