ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Arbeitszeitgesetz: Beleidigend
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LNSLNS Der Brief von Herrn Dr. Kleen macht mich wütend, und ich kann und will ihn nicht unkommentiert stehen lassen. Ich empfinde es schlicht als unverschämt und beleidigend, Ärztinnen und Ärzten, die neben ihrem Beruf noch Ehe und Familie in Kopf und Herz haben und deshalb auf bessere Arbeitsbedingungen drängen, als schlechtere und egozentrische Ärzte und Ärztinnen mit niedriger ärztlicher Ethik hinzustellen. Meine Familie und ich halten die beschriebenen Arbeitsbedingungen der „Ärzte alter Schule“ jedenfalls für inakzeptabel und nicht mit einem Familienleben, das diesen Namen verdient, vereinbar. Unter diesen Bedingungen würde ich hier schon lange nicht mehr arbeiten – und vermutlich noch etliche Kolleginnen mit mir. Den daraus resultierenden verschärften Ärzte- und Ärztinnenmangel könnte man dann natürlich kompensieren, indem man arbeitswillige und ethisch hoch stehende Ärzte aus dem Ruhestand reaktiviert; die Kollegen hätten dann auch Gelegenheit, die veränderten Arbeitsgegebenheiten im Krankenhaus mal in vivo kennen zu lernen – und uns blieben zukünftig derartige Briefe erspart.
Dr. med. Marlise Hoffmann, Schleusenstraße 115, 21762 Otterndorf
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