ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Arbeitszeitgesetz: Mehr Realitätsnähe gewünscht
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LNSLNS Sie haben durch die Veröffentlichung des Leserbriefs der Kollegin Kretzschmar endlich einmal der Meinung der Mehrzahl der in den Krankenhäusern der „östlichen“ Bundesländer beschäftigten Ärzte Gehör verschafft. Dieser Leserbrief gehört auf die Seite eins, da hier im Osten eine Umsetzung dieses Arbeitszeitgesetzes nur mit einer Reduktion der medizinischen Leistungen möglich ist. Da helfen auch die von „Experten“ erstellten noch so tollen Arbeitszeitmodelle nicht. Im schönen Hamburg mit der auch in den Krankenhäusern vorhandenen höheren Ärztedichte mag das anders aussehen. Hier im Osten gibt es auch nicht die zu Ärztinnen ausgebildeten Hausdamen, deren Mann in guter Position die Finanzen für die Familie regelt, während sie an der Kaffeetafel die Leiden der Nachbarn diskutiert, um jetzt nach Vorstellung von Herrn Montgomery in die Teilzeitmodelle zu „switchen“. Keiner da, der in die schönen Arbeitszeitmodelle springen könnte, außer den bereits im Krankenhaus Tätigen, die jetzt zu noch schlechteren Bedingungen arbeiten sollen. (Bitte nicht noch ein Feldversuch mit „kompetenten“ osteuropäischen Ärzten . . .) Etwas mehr Realitätsnähe würden wir uns vom Marburger Bund und seinem Vorsitzenden schon wünschen . . .
Dr. med. Matthias Jäger, Weinbergweg 46,
15236 Frankfurt an der Oder
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