ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Ärzteproteste: Schuldzuweisung

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Ärzteproteste: Schuldzuweisung

Dtsch Arztebl 2006; 103(3): A-114 / B-96 / C-96

Hoffmann, Kornelius

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LNSLNS Das Praxissterben hat – wie prophezeit – nunmehr unabänderlich und unwiderruflich begonnen. Die Niedergelassenen klagen und zetern – die KVen handeln wie immer nicht wirklich, und wenn sie es tun, dann nach der Devise:
a) Still ruht der See, oder b) da läuft der Dieb, haltet den Dieb. Zu hinterfragen wäre hier allerdings, wer diese zunächst politisch zu verantwortende Situation tatsächlich erst ermöglich bzw. abgewinkt hat. Meinem Kenntnisstand nach werden Regresse, Plausibilitätsprüfungen, Richtgrößen, Scheinzahlzuwachsbegrenzungen, Qualitätsmanagement und all die anderen vielen Kuriositäten und Nettigkeiten vereinbart zwischen zwei Vertragspartnern: Zum einen den Spitzenverbänden der Krankenkassen und zum anderen der Bundes- bzw. den Landes-KVen. Insofern müssen wir uns nicht wundern, wenn die durch unsere teuer bezahlte Standesvertretung ausgehandelten Spielregeln vom anderen Vertragspartner, in diesem Fall den Kostenträgern, auch eingefordert werden. Konsekutiv sollte dann auch die Frage erlaubt sein, warum ein freier Beruf all die beklagten, politisch geborenen Unsäglichkeiten und Diffamierungen Jahr für Jahr klaglos bis hin zur Selbstverleugnung und Selbstaufgabe hinnimmt. Kein Rechtsanwalt, kein Notar, kein Steuerberater oder Apotheker, kein Architekt und kein Sonstwer würde auch nur ansatzweise z. B. Regresse oder Plausibilitätsprüfungen dulden oder sogar hinnehmen . . .
Dr. med. Kornelius Hoffmann, Lindenstraße 13–15, 49393 Lohne
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