ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Erektile Dysfunktion: Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie: Schlafapnoe-Syndrom beachten
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LNSLNS Leider fehlen in der Differenzialdiagnostik der erektilen Dysfunktion die schlafbezogenen Atmungsstörungen und hier speziell das Schlafapnoe-Syndrom. Die Prävalenz des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms wird in Deutschland auf bis zu 8 Prozent geschätzt mit einem Manifestationsalter bei Männern zwischen 45 und 55 Jahren. Im Vordergrund der Beschwerden stehen neben zum Teil massiver Tagesmüdigkeit und starkem Schnarchen in 31 bis 47 Prozent ein Libidoverlust bis hin zur Impotenz. Nach einer diagnostischen Polysomnographie und Einleitung einer nasalen Beatmungstherapie lassen sich die Probleme hervorragend bessern, zum großen Teil sogar dauerhaft heilen. Leider ist das Krankheitsbild des Schlafapnoe-Syndroms bei Urologen weitgehend unbekannt. Meines Erachtens sollten daher schlafbezogene Atmungsstörungen auch in die differenzialdiagnostischen Überlegungen mit einbezogen werden.

Literatur beim Verfasser

Dr. med. Otto Laakmann
DGSM-Schlaflabor/Innere Abteilung
DRK-Krankenhaus Alzey
55232 Alzey
E-Mail: otto.laakmann@drk-kh-Alzey.de

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