ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Zahlen nicht repräsentativ
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LNSLNS Diese Forderung nach Behandlungsabschluss des Hodenhochstands bis Ende des zweiten Lebensjahres ist sicher wichtig und richtig und wurde bereits 1975 von Mengel und Sippel im Journal of Pediatric Surgery formuliert.
Die Autoren beklagen allerdings eine zu späte Behandlung des Hodenhochstands und finden bei den eigenen Patienten lediglich in 13,4 Prozent durch zeitgerechte Behandlung und Zuweisung überwiegend durch Kinderärzte, aber auch durch Urologen und Allgemeinärzte.
Dass der Idealzustand mit Therapieabschluss bis zum zweiten Lebensjahr noch nicht erreicht ist, ist unbestritten, die Zahl allerdings, die aus Göttingen publiziert wird, darf unseres Erachtens aber nicht als repräsentativ angesehen werden. So wurde in unserer Klinik in über 70 Prozent der Fälle die Behandlung bis zum zweiten Lebensjahr abgeschlossen.
Eine gute Kooperation von niedergelassenen Kinderärzten, pädiatrischer Endokrinologie und Kinderchirurgie führt zu diesen Ergebnissen, die allerdings unbestritten noch verbessert werden können.

Prof. Dr. med. Hans-Peter Schwarz
Prof. Dr. med. Hans-Georg Dietz
Kinderchirurgische Klinik im
Dr. von Mannerschen Kinderspital Innenstadt
Lindwurmstraße 4
80337 München

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