ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Lexus RX 400h: Off-Roader-Fahrspaß ohne Reue

VARIA: Auto und Verkehr

Lexus RX 400h: Off-Roader-Fahrspaß ohne Reue

Seidel, Marc

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Werkfoto
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Lexus bietet einen Geländewagen, dessen Verbrauch deutlich unter zehn Litern liegt. Das Geheimis liegt im Hybridantrieb.

Sie sind groß, hoch, breit, haben Allradantrieb, verfügen über starke Motoren und haben auch abseits der Straße keinerlei Probleme, vorwärts zu kommen. Geländewagen, neuerdings auch häufig SUV (Sport Utility Vehicle) genannt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit, obwohl nur die wenigsten von ihnen wirklich einmal im Gelände unterwegs sind. Allerdings gelten solche Fahrzeuge wegen ihres exorbitant hohen Gewichts gemeinhin auch als „Spritfresser“.
Das geht nicht anders, meinen Fachleute. Geht doch, sagt Lexus und tritt den Beweis an. Der RX 400h ist ein so genanntes SUV, und er begnügt sich mit 8,1 Litern Benzin. Selbst in der Stadt liegt sein Verbrauch bei lediglich 9,1 Litern. Auch die EU-4-konformen Abgaswerte liegen unterhalb der vorgeschriebenen Norm. Möglich macht dies der Hybridantrieb.
Beim RX 400h ist eine Kombination aus einem Verbrennungsmotor und zwei Elektromotoren am Werk. Diese werden je nach Fahrsituation zu- oder abgeschaltet. Die Elektromotoren schöpfen ihre Energie aus einer Batterie und/oder aus einem Generator. Wird gebremst, dann geht die Bewegungsenergie nicht verloren, sondern wird in elektrische Energie gewandelt und lädt so die Batterie wieder auf. Der Verbrennungsmotor schaltet automatisch ab und wird erst wieder gestartet, wenn er gebraucht wird.
Vor allem im Stadtverkehr kann dieses Konzept seine Vorteile ausspielen und trägt deutlich zum vergleichsweise geringen Verbrauch bei. An der Ampel bleibt meist der (Verbrennungs-)Motor aus – übrigens auch dann, wenn der Wagen gestartet wird. Erst der beherzte Tritt auf das Gaspedal erweckt den Verbrennungsmotor zum Leben.
Die Beschleunigung funktioniert bei diesem Konzept reibungslos, denn die Elektromotoren reagieren sofort. Auf Komfort muss aber zu keiner Zeit verzichtet werden. Sowohl die Servolenkung als auch die Klimaanlage funktionieren elektrisch und sind – wenn sie benötigt werden – sofort verfügbar. Beim Anfahren gibt es kein Ruckeln. Der immerhin bis zu 2,5 Tonnen schwere Wagen braucht lediglich 7,6 Sekunden, um auf Tempo hundert zu beschleunigen. Bei 200 km/h greift eine elektronische Begrenzung.
Fahrkomfort, Sitzposition und Raumangebot sind einwandfrei. Lexustypisch ist zudem die Komfort- und Sicherheitsausstattung: Kopf-, Seiten-, Curtain- und Knieairbags sind Serie. Allradantrieb mit ESP (bei Lexus VSC genannt) ist ebenso Standard wie die Xenon-Scheinwerferanlage. Ferner gehören die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, ein CD-Radio, Tempomat, elektrische Fensterheber und Klimaautomatik zur Serienausstattung.
Von außen sieht der RX 400h wie ein ganz normaler, wenngleich edler Allradler aus. Sein innovatives Antriebskonzept fordert keinerlei Tribut bei der Optik.
Allerdings reiht sich der Lexus auch im Preis nahtlos in die Schar seiner Mitbewerber ein: 49 750 Euro sind für den SUV mit dem niedrigen Verbrauch zu bezahlen. Das ist viel, aber im Vergleich zur herkömmlich angetriebenen Konkurrenz dennoch ein echter Kampfpreis. Marc Seidel
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