ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Sicherheit: Klemmschutz für Fenster und Schiebetüren

VARIA: Auto und Verkehr

Sicherheit: Klemmschutz für Fenster und Schiebetüren

Dtsch Arztebl 2006; 103(3): A-137

MS

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LNSLNS Fraunhofer-Institut entwickelt gemeinsam mit Autozulieferern ein System zum Schutz vor Quetschungen im Auto.

Fensterscheiben, Schiebedach, ja sogar die Heckklappe und die Seitentür von Autos lassen sich einfach auf Knopfdruck öffnen und schließen. Das ist komfortabel und schnell. Doch der Zugewinn an Komfort birgt auch Gefahren, etwa für Kinderhände. Denn die können beim Schließen schnell zwischen Scheibe und Fensterrahmen geraten. Schmerzhafte Verletzungen können die Folge sein. Zwar verfügen die elektrischen Fensterheber der neueren Generation über einen mechanischen Klemmschutz, aber der stoppt die Scheibe erst, wenn Hand oder Finger bereits eingeklemmt ist.
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen und Autozulieferer entwickeln gemeinsam ein System, welches die Scheibe stoppt, bevor ein Finger dazwischengeraten kann. Hierbei sollen neuartige, berührungslose Sensoren zum Einsatz kommen. Diese bauen an Scheibe und Fensterdichtung ein elektrisches Feld auf. Eine Hand oder ein Finger in der Nähe der Dichtung bewirkt eine Änderung der gemessenen Kapazität – der Antrieb stoppt, bevor die Scheibe den Finger einquetscht. Das System soll in der Lage sein, andere Störungseinflüsse, etwa Spritzwasser von vorbeifahrenden Autos, zu unterscheiden. Der Schutz soll künftig nicht nur bei elektrischen Fensterhebern, sondern auch bei Schiebetüren und Heckklappen eingesetzt werden.
Einige deutsche Autohersteller haben bereits Interesse bekundet. Erste Autos sollen in der zweiten Jahreshälfte 2006 mit dem Schutz ausgerüstet werden. MS
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