ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Chronische Hepatitis B

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Chronische Hepatitis B

EB

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LNSLNS Patienten mit chronischer Hepatitis B sprechen besser auf eine einjährige Therapie mit Telbivudin (Novartis Pharma) als auf Lamivudin an. Die Überlegenheit des selektiven Nukleosids, das einmal täglich oral verabreicht wird, zeigte sich gegenüber der Standardtherapie im Rahmen der GLOBE-Studie (Global Leadership & Organizational Behaviour Effectiveness) bei allen ausgewerteten virologischen Markern. Die Ergebnisse wurden anlässlich der 56. Jahreskonferenz der American Association for the Study of Liver Diseases in San Francisco vorgestellt.
Die überlegene Reduktion der HBV-DNA unter Telbivudin gegenüber Lamivudin erstreckte sich auf HBeAg-positive Patienten (60 versus 40 Prozent) und HBeAg-negative Patienten (88 versus 71 Prozent). Die Reduktion der Viruslast ist das primäre Behandlungsziel bei chronischer Hepatitis B, um das Risiko für virusbedingte Lebererkrankung (Leberzirrhose, Leberkarzinom) zu minimieren. Die GLOBE-Studie hat Telbivudin mit Lamivudin bei 1 367 Patienten aus 20 Ländern verglichen. Sie ist die größte Studie, die jemals an HBeAg-positiven sowie an HBeAg-negativen chronischen Hepatitis-B-Patienten durchgeführt wurde. Die HBeAg-negative Form der Erkrankung ist meist das Ergebnis einer Virusmutation. Diese Patienten haben fortgeschrittenere Leberschädigungen.
Die Einjahresdaten zeigen, dass das Erreichen einer ausgeprägten viralen Suppression zu einem frühen Zeitpunkt der Therapie zu besseren Befunden führt, unabhängig von der Behandlungsmethode. Hierzu zählen nicht nachweisbare Virus-Spiegel (PCR-negativ), die Normalisierung der Leberenzyme (ALT), HBeAg-Serokonversion und weniger viraler Resistenzen. Die Mehrheit der mit Telbivudin behandelten Patienten war innerhalb der ersten 24 Wochen PCR-negativ; 95 Prozent dieser Patienten waren auch nach einem Jahr weiterhin PCR-negativ. EB
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