ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Gastroenterologie: Neuer Antikörper gegen Morbus Crohn

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Gastroenterologie: Neuer Antikörper gegen Morbus Crohn

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LNSLNS Therapiestrategien, die gegen Tumornekrosefaktoren gerichtet sind, sind bei der Behandlung der Colitis ulcerosa und des Morbus Crohn immer wichtiger – zumal Wirkstoffe entwickelt werden, die mit weniger Nachteilen verbunden sind, zum Beispiel die Immunisierung des Patienten, die zu einem Wirkverlust und zu Nebenwirkungen führen kann. So wird bei dem neuen humanisierten Antikörper Certolizumab Pegol (Cimzia®), der zielgerichtet die biologische Aktivität des Tumor-Nekrose-Faktor-alfa (TNF-a) blockiert, auf den Fc-Teil des Antikörpers verzichtet. Certolizumab Pegol behält dadurch eine hohe Aktivität gegen TNF-a, ohne Komplement zu binden und zu einer Antikörper vermittelten Zytotoxizität zu führen, und ist einfacher anzuwenden: „Er wurde pegyliert und kann subkutan verabreicht werden“, erklärte Prof. Ulrich R. Fölsch (Universität Kiel).
Der TNF-a-Antikörper wurde in der PRECISE-1-Studie (Pegylated Antibody Ragment Evaluation in Crohn’s Disease Safety and Efficacy) bei 1 330 Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn getestet. Er führte bei 64 Prozent der Patienten zur Remission gegenüber nur 33 Prozent unter Placebo. In der Erhaltungsphase (PRECISE-2-Studie) habe sich eine 61-prozentige Reaktionsrate gezeigt, betonte Prof. Stefan Schreiber (Kiel). Certolizumab Pegol sei nach den bisherigen Studien gut vertragen worden. Mit einer Rate von 12,6 Prozent seien Kopfschmerzen die häufigsten Nebenwirkungen gewesen. Eine erhöhte Infektionsrate sei unter der neuen Anti-TMF-Therapie nicht gesehen worden. CV

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