ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Schrappe im Sachverständigenrat: Experte für Patientensicherheit

VARIA: Personalien

Schrappe im Sachverständigenrat: Experte für Patientensicherheit

Dtsch Arztebl 2006; 103(3): A-141 / B-121 / C-121

Merten, Martina

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Matthias Schrappe Foto: Bernhard Eifrig
Matthias Schrappe Foto: Bernhard Eifrig
Ziemlich überraschend“ kam für Prof. Dr. med. Matthias Schrappe (50) die Bitte Ulla Schmidts (SPD), einen Platz im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen einzunehmen. Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl W. Lauterbach war wegen seines SPD-Abgeordnetenmandats aus dem Rat ausgeschieden, jemand musste nachrücken. Schrappe zögerte nicht lange – und nahm an.
Als Mitglied des siebenköpfigen Gremiums soll Schrappe sich einer Materie annehmen, mit der der hauptamtliche Dekan der Fakultät für Medizin an der privaten Universität Witten/Herdecke bestens vertraut ist: der Patientensicherheit. Denn das Thema Patientensicherheit als Teil des Qualitätsmanagements fasziniert den gebürtigen Hamburger bereits seit vielen Jahren. Wenngleich Schrappe selbst seinen Werdegang zum „Experten für Patientensicherheit“ als „eher unüblich“ bezeichnet.
Als Facharzt für Innere Medizin hospitierte Schrappe vor elf Jahren an der Universität von Iowa/USA. Dort kam er erstmals mit dem Thema Qualitätsmanagement in Berührung und beschloss, es auch in Deutschland weiterzuverfolgen. Als Leiter des Qualitätsmanagements des Klinikums der Universität zu Köln baute er 1999 zunächst ein Risikomanagement mit Steuergruppe auf und verbesserte die Patienten-Aufklärung.
Während seiner dreieinhalbjährigen Arbeit als Ärztlicher Direktor des Klinikums der Philipps-Universität Marburg, später Gießen-Marburg, beschäftigte Schrappe sich verstärkt mit Fehlermeldesystemen. Aufmerksamkeit erlangte das Thema jedoch erst 2004. Damals veranstaltete die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung, der Schrappe seit 2001 vorsteht, ihre elfte Jahrestagung.
Seitdem finden die Fachgebiete „Patientensicherheit und Risikomanagement“ nicht nur häufiger Eingang in ärztliche Kongresse. Auch Schrappes Aktivitäten in diesem Bereich, zuletzt die Gründung eines „Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. “, werden immer aufmerksamer verfolgt. Martina Merten
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