ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2006Bätzing neue Drogenbeauftragte: Youngster im Ministerium

VARIA: Personalien

Bätzing neue Drogenbeauftragte: Youngster im Ministerium

Dtsch Arztebl 2006; 103(3): A-141 / B-121 / C-121

Hibbeler, Birgit

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Sabine Bätzing Foto: SPD
Sabine Bätzing
Foto: SPD
Manche nennen es eine Aufblähung des Regierungsapparates, andere eine Aufwertung der Suchtpolitik: Sabine Bätzing (SPD) ist die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Der Posten ist freilich nicht neu. Bislang erledigte allerdings die Parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Marion Caspers-Merck (SPD), die Tätigkeit in Personalunion.
Nun ist die erst 30-jährige Bätzing für die Belange Suchtgefährdeter und -kranker zuständig. Anlässlich ihres Amtsantrittes im Dezember erklärte Bätzing, ihr Hauptziel sei die Eindämmung des Tabak- und Alkoholkonsums. Außerdem will sie verstärkt gegen Medikamentenabhängigkeit und Cannabiskonsum vorgehen.
Bätzings Interesse für die Drogen- und Suchtpolitik entstand aus ihrem Engagement für den Jugendschutz. Sie war an der Gesetzesinitiative zu „Alkopops“ beteiligt. Seit August 2004 wird auf die süßen, alkoholhaltigen Mischgetränke eine Sondersteuer erhoben.
In die SPD trat Bätzing 1994 ein. Nach langjähriger Tätigkeit im SPD-Ortsverein Altenkirchen und im Kreistag zog sie 2002 in den Bundestag ein. Bereits zweimal errang sie das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen im Westerwald (Rheinland-Pfalz). Außerdem wurde sie zur Sprecherin der „YOUNGSTERS“ gewählt, einer Gruppe sozialdemokratischer Bundestagabgeordneter unter 40 Jahren.
Vor ihrem Einzug in den Bundestag war die verheiratete Diplom-Verwaltungswirtin (FH) als Sachbearbeiterin bei der Gemeindeverwaltung Altenkirchen, später als Fachgebietsleiterin EDV/Organisation tätig. Birgit Hibbeler
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