POLITIK

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Dtsch Arztebl 2006; 103(4): A-158 / B-138 / C-138

Maus, Josef

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Sindelfingen: Rote Karten für die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen Foto: ddp
Sindelfingen: Rote Karten für die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen Foto: ddp
Die Großdemonstration in Berlin war zwar die zentrale Kundgebung am „Tag der Ärzte“ – aber sie war bei weitem nicht die einzige. Überall in Deutschland gingen die Ärzte an diesem 18. Januar auf die Straße. Im gesamten Bundesgebiet blieben mehr als 50 000 Praxen geschlossen. Gut organisierte Bereitschaftspraxen stellten gleichwohl die Versorgung der Patienten sicher. Die Bevölkerung zeigte überwiegend Verständnis für den Unmut der Ärzte: 81 Prozent unterstützen deren Anliegen, ergab eine repräsentative Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts.
In München versammelten sich rund 1 500 Ärzte und Psychotherapeuten auf dem Marienplatz. „Wir wollen heilen, statt den Mangel zu verwalten“, lautete dort das Motto.
In Hamburg demonstrierten gut 1 000 Ärzte. Weitere 700 hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht. „30 Prozent aller notwendigen Leistungen werden pro Quartal aufgrund der Budgetierungen nicht bezahlt“, sagte der Hamburger Sprecher des Protesttages, Dirk Heinrich. Die Politik versuche, das System über einen Einsparwahn zu retten.
In Brandenburg waren nach Angaben des KV-Sprechers Ralf Herre in einigen Regionen bis zu 70 Prozent der Praxen geschlossen.
In Sindelfingen kamen nach Angaben des Ärzteverbundes Medi zwei Tage später erneut 7 000 Ärzte aus ganz Baden-Württemberg zusammen, um weitere Protestmaßnahmen zu beschließen. Die Ärzteproteste würden so lange fortgesetzt, kündigte der Medi-Vorsitzende Dr. med. Werner Baumgärtner an, bis die Kernforderungen der Ärzte erfüllt seien. JM
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