ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2006Humanitäre Hilfe: Engagement begrüßenswert
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Foto: dpa
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Das humanitäre Engagement des Kollegen S. Ismael ist nur zu begrüßen. Was unter Humanität zu verstehen ist, bestimmen auf unabsehbare Zeit freilich die neuen „Kreuzritter made in USA & Co“ . . . Als der „Rote Halbmond“ im Rahmen des US/ UN-Embargos gegen den Irak seit 1991 um medizinische Hilfe für die Not leidenden irakischen Kinder und Kranke das IRK und die UNESCO um Hilfestellung bat, verschlossen sich jene, die Humanität so hoch haltenden „Kultur- und Sitten-bildende Kräfte“ dies- und jenseits des Atlantiks. Der Tod von mehr als 100 000 Zivilisten bereits 1991, die bewusste Zerstörung von Krankenhäusern, von Lazaretten etc. wurde und wird zur „Beförderung der Humanität“ billigend in Kauf genommen. Die Eskalation dieser völker- und kriegsrechtswidrigen Invasion, die von der Mehrheit der Menschen in Europa und in den USA abgelehnt wird, und die Entwicklung eines grausamen Partisanenkrieges am Golf haben eine eindeutige Ursache. Die Verantwortlichen dafür sind namentlich bekannt und gehörten in der Tat vor ein Menschenrechtstribunal, wie bereits 1992 der frühere Justizminister der USA und Menschenrechtler, Ramsey Clark, gefordert hat . . .
Dr. Reinhard Baden, Aixer Straße 66, 72072 Tübingen
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