ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2006Schweiz: Winterurlaub im Waadtland

VARIA: Reise / Sport / Freizeit

Schweiz: Winterurlaub im Waadtland

Dtsch Arztebl 2006; 103(4): A-205 / B-179 / C-175

Scheiper, Renate V.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Teestube im Haus des Priors Fotos: Renate V. Scheiper
Teestube im Haus des Priors Fotos: Renate V. Scheiper
St-Cergue liegt nordwestlich von Nyon nahe der französischen Grenze. Es ist nicht überlaufen und eignet sich zum Schneeschuhlaufen bis zur kleinen Berghütte „La Genollière“, wo bis 1. April Werner Staub seine Gäste verwöhnt, bei Sonne draußen mit Blick auf den Mont Blanc.
In Le Brassus im Vallée de Joux, dem Tal der Uhren, steigen wir auf die Ski und folgen den Loipen entlang dem Lac de Joux. Vor dem Uhrenmuseum von Audemars Piguet lassen wir die Ski stehen. In eine Welt von über hundert Jahren entführen uns Chronometer von der Taschenuhr bis zur Standuhr, verspielte und reine Zeitanzeiger. Alle sind kostbar.
Von hier lohnt sich ein Abstecher nach Romainmôtier im Waadtländer Jura, der sich rühmt, der kälteste Ort der Schweiz zu sein. Sehenswert ist die Kirche der ehemaligen Abtei St. Pierre et St. Paul, die älteste romanische Klosterkirche der Schweiz, die dem Orden von Cluny verbunden war. Viele gut erhaltene Häuser der Klosteranlage gruppieren sich um die Kirche. Sehenswert ist das ehemalige „Haus des Priors“, eines der letzten zu einem Kloster gehörenden Paläste. Es drohte zu verfallen, bis Katharina von Arx das Anwesen kaufte und mit der Instandsetzung fast ihren Ruin herbeiführte. Eine Teestube lädt zur Rast. Manchmal setzt sich Frau von Arx zu den Gästen und führt sie durch das verwinkelte Reich ihres Schlosses.
An der Grenze vom Waadtländer zum Neuenburger Jura liegt St. Croix, einst Weltzentrum der Spieldosen und Musikautomaten. Sich im Ortsteil Les Rasses im Hotel Residence einzuquartieren hat den Vorteil, dass nur die Straße zu überqueren ist für eine Wanderung. Bis zum Schwarzwald kann man von den Höhen bei klarer Sicht sehen und weit hinein ins Schweizer Flachland, vom Gipfel des Chasseron aus sogar bis zur Alpenkette. In 650 Metern Höhe erquickt das Restaurant „Le Chasseron“ die Gäste mit lokalen Gerichten. In St.Croix ist sehenswert das Spielautomaten-Museum mit kundiger deutscher Führung.
Schneewandern im Waadtland
Schneewandern im Waadtland
In Yverdon-les-Bains steht auf hohem Podest der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi neben dem Schloss, in dem er Kinder aus allen sozialen Schichten unterrichtete. Sehenswert ist auch das Städtchen Avenche, das römische Aventicum am Neuenburger See. Neben dem verschneiten Amphitheater, in dem Tierhetzen das rohe Volk begeisterte und Gladiatoren um ihr Leben kämpften, stellt das Archäologische Museum in drei Etagen römische Funde aus. Eine Oase der Gemütlichkeit und Stille gegenüber der gotischen Kirche ist das „Hôtel de la Couronne“, wo nach erlesenen Gaumenfreuden der Gast unter Daunendecken erquickend schläft.

Informationen:
Schweiz Tourismus, Postfach 16 07 54, 60070 Frankfurt/
Main, Info-Telefon: 00 800-100 200 30; E-Mail: Info.de@switzerland.com; Internet: www.MySwitzerland.com.
Renate V. Scheiper
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema