ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2006Asthma bronchiale: Stabile Dauertherapie ist in Studie überlegen

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Asthma bronchiale: Stabile Dauertherapie ist in Studie überlegen

EB

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LNSLNS Bei der medikamentösen Behandlung von Asthma bronchiale gibt es zwei gängige Therapiekonzepte: eine bedarfsabhängige Medikation und eine stabile Dauertherapie. Nach den Ergebnissen der CONCEPT(Control Centred Patient Treatment)-Studie führt die stabile Dauertherapie mit Salmeterol/Fluticason (Viani®, Glaxo-SmithKline) zu mehr symptomfreien Tagen und weniger Exazerbationen als die symptomadaptierte Therapie mit einer Formoterol/Budesonit-Kombination. In die randomisierte, placebokontrollierte Studie im Doppel-Dummy-Design gingen 688 Patienten von 18 bis 70 Jahren mit persistierendem Asthma bronchiale ein. Nach einer zweiwöchigen Vorphase, in der die bisherige Therapie mit 500 bis 1 000 µg BDP(-Äquivalent) beziehungsweise 200 bis 500 µg BDP(-Äquivalent) plus langwirksames Beta-2-Mimetikum beibehalten wurde, wurden symptomatische Patienten in zwei Gruppen randomisiert.
In der vierwöchigen Stabilisierungsphase erhielten die Patienten entweder Viani Diskus® 50/250 µg 2 × 1 und Placebo Turbohaler® 2 × 2
(n = 344) oder 2 × 2 Symbicort® Turbohaler 6/200 µg und Placebo Diskus 2 × 1 (n = 344) plus jeweils Salbutamol als Bedarfsmedikation. Nach der Stabilisierungsphase gingen Patienten ohne nächtliches Erwachen in den letzten sieben Tagen sowie ohne Anwendung von Bedarfsmedikation an mehr als zwei Tagen in die variable Vergleichsphase ein.
48 Wochen lang wurde Viani Diskus 50/250 µg 2 × 1 plus Placebo Turbohaler nach Therapieplan mit Symbicort Turbohaler 6/200 µg (1 × 1 bis 2 × 4) nach Therapieplan plus Viani Placebo (2 × 1) verglichen. Es ergab eine deutliche Überlegenheit der stabilen Dauertherapie: Unter der stabilen Viani-Dosierung betrug der Anteil der symptomfreien Tage 58,8 Prozent, unter Symbicort 52,1 Prozent. Die mittelschweren und schweren Exazerbationen konnten um fast die Hälfte verringert werden (50 versus 96).
Ob inhalative Steroide in gesteigerter Dosis bei unzureichender Asthma-Kontrolle Exazerbationen verhindern können, beantworten Studienergebnisse von Harrison et al.: Sie zeigten in einer kontrollierten, randomisierten Studie, dass weder die Anzahl der Exazerbationen, die mit systemischen Kortisongaben behandelt werden mussten, noch die Zeit, die verstrich, ehe sich Lungenfunktion oder Symptomatik besserten, verringert werden konnten, wenn die Dosis des inhalativen Steroids zuvor verdoppelt wurde. Studien, die neben den klinischen Parametern auch Entzündungsparameter berücksichtigten, zeigten, dass weder die Symptomatik noch die Lungenfunktion mit dem Ausmaß der Atemwegsentzündung korrelieren müssen. EB
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