ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2006Interview: Das Ministerium ist in Verzug
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LNSLNS Laut Staatssekretär Schröder haben KBV und Krankenkassen schlechte Vorarbeiten für die Übernahme des Morbiditätsrisikos durch die Krankenkassen im Jahr 2007 geleistet, gesetzliche Intervention solle den Zeitplan sichern. Fakt ist: Die Selbstverwaltung hat mit der Auswahlentscheidung eines Patientenklassifikationsverfahrens am 16. Dezember 2005 eine wichtige Voraussetzung zur Berücksichtigung des Morbiditätsrisikos in der Gesamtvergütung geschaffen. Wundert es, dass dies konfliktträchtig ist? Die Übernahme des Morbiditätsrisikos bedeutet Subventionsabbau für viele Krankenkassen. Da haben schon andere kapituliert. Zuletzt das Ge­sund­heits­mi­nis­terium selbst, welches im ungleich großzügigeren Zeitplan zur Realisierung des Morbi-RSA weit zurückliegt. In diesem Fall dürfte die Ursache der Verzögerungen eher in der Professionalität der Selbstverwaltung liegen denn im Mangel daran. Ein anderer Verdacht drängt sich auf: Dient ein neues Reformgesetz jetzt, da die Umsetzung der Vergütungsreform auf die Zielgerade geht, nicht wieder nur dem Subventionserhalt für Not leidende Kassen?
Dr. Dominik Graf von Stillfried, Dezernat Grundsatzfragen, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
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