ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2006Berner Datenbuch Pädiatrie

BÜCHER

Berner Datenbuch Pädiatrie

Dtsch Arztebl 2006; 103(5): A-248 / B-214 / C-209

Kraemer, Richard; Schöni, Martin H.

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Pädiatrie: Inhomogenität
Richard Kraemer, Martin H. Schöni (Hrsg.): Berner Datenbuch Pädiatrie. 6., vollständig überarbeitete Auflage, Verlag Hans Huber, Bern, Göttingen u. a., 2005, XV, 951 Seiten, 129 Abbildungen, 297 Tabellen, kartoniert, 49,95 €
Der Band macht es sich schwer: Er gibt sich als Referenz- und Tabellenwerk aus, ist aber eigentlich ein Lehrbuch der Kinderheilkunde. Mit aktueller Neuauflage, Verlagswechsel und gleich dreifacher Formatsteigerung ist er nicht mehr kitteltaschentauglich, folglich muss er sich mit anderen Pädiatrie-Werken vergleichen lassen.
Dabei fällt eine gewisse Inhomogenität auf: Während Randthemen, wie Sozialmedizin oder Pharmakokinetik, gebührende Beachtung finden, sind typische Kinderkrankheiten, wie zum Beispiel fieberhafte Exantheme, Zöliakie oder Refluxnephropathie, unterrepräsentiert, das Psychiatrie-Kapitel ist fast viermal so lang wie die Kardiologie, und Illustrationen beschränken sich auf Skizzen oder Schemazeichnungen; eine der wenigen Abbildungen wirkt gar wie eine schlechte Fotokopie. Sollte man sich also rückbesinnen und wirklich nur Tabellen inklusive der markierten Kernsätze drucken, dazu wieder in kleinerem Format? Mindestens hätten wir dann ein ehrliches „Datenbuch“.
An der anderen Seite kommen regionale Aspekte zum Vorschein, zum Teil mit französischem Touch. Sie bieten einen willkommenen Kontrast zu unserer anglophilen Alltagsmedizin und offenbaren damit sogar einen gewissen Charme. Hier – im Sinne einer Ergänzung – könnte die neue Bestimmung der Berner Stationsvorschriften liegen.
Manfred Doerck
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