ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2006Internationaler Jugendaustausch: Gut für die Entwicklung

VARIA: Bildung und Erziehung

Internationaler Jugendaustausch: Gut für die Entwicklung

Dtsch Arztebl 2006; 103(5): A-278 / B-244

Blöß, Timo

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LNSLNS Junge Menschen profitieren von Jugendbegegnungen: Sie stärken ihr Selbstbewusstsein und sind offener und flexibler, wie eine Studie nun belegt.

Der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt, hat der deutsche Fotograf Richard Hoffmann wohl etwas zugespitzt behauptet. Dass sich Begegnungen mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zumindest positiv auf die Entwicklung von Jugendlichen auswirken, hat nun die Studie „Langzeitwirkungen internationaler Jugendbegegnungen“ der Universität Regensburg belegt. Nach eigener Einschätzung gab ein Großteil der befragten Jugendlichen an, in vielfältiger Hinsicht von den Erfahrungen eines internationalen Jugendaustausches oder so genannter Work-Camps profitiert zu haben.
Vor allem mehr Selbstvertrauen, eine größere Offenheit und bessere soziale Kompetenzen nannten viele der mehreren Hundert Studienteilnehmer als positives Ergebnis. Zugleich würden auch die Flexibilität und Gelassenheit zunehmen und die Fremdsprachenkenntnisse vertieft werden. Für viele Jugendliche waren die Erfahrungen zugleich Anstoß für ehrenamtliches Engagement, bei anderen hatte die Teilnahme Einfluss auf die Berufs- und Studienwahl. Dementsprechend bewerteten rund 71 Prozent der Befragten die Begegnungen als „wichtig“ oder „sehr wichtig“.
„Die Studie zeigt, dass selbst kurze Austauschprogramme nachhaltige Wirkungen bei den Teilnehmenden hervorrufen“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Jugendministerium, Christel Riemann-Hanewinkel, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Internationale Begegnungen seien die Plattform für zwangloses interkulturelles Lernen. „Junge Menschen, die über den nationalen Tellerrand blicken und weltoffen sind, tragen zur Weltoffenheit Deutschlands bei und tun sich wesentlich leichter, Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft zu integrieren“, so Riemann-Hanewinkel. TB
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