ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2006Aktive Sterbehilfe: Straffreiheit gefordert

AKTUELL

Aktive Sterbehilfe: Straffreiheit gefordert

Dtsch Arztebl 2006; 103(6): A-300 / B-264 / C-252

Klinkhammer, Gisela

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Roger Kusch (CDU): Umstrittener Vorstoß zur aktiven Sterbehilfe Foto: ddp
Roger Kusch (CDU): Umstrittener Vorstoß zur aktiven Sterbehilfe Foto: ddp
Hamburger Justizsenator legt Gesetzentwurf vor.
Hamburgs Justizsenator Roger Kusch hat einen Gesetzentwurf zu aktiver Euthanasie vorgelegt. Er sieht vor, Sterbehilfe in bestimmten Fällen zu legalisieren. Als Voraussetzungen nannte er in dem Entwurf, den die Neue Juristische Wochenschrift (NJW 5/2006) veröffentlichte, unter anderem, dass „die Tötung durch einen Arzt erfolgt und die Beendigung schwerster, vom Betroffenen zu ertragender Leiden zum Ziel hat, welche nicht durch andere Maßnahmen behoben oder auf ein für den Betroffenen erträgliches Maß gelindert werden können“. Der Betroffene müsse außerdem das 18. Lebensjahr vollendet haben und vom Arzt ausführlich beraten worden sein. Die Ausnahme vom Verbot aktiver Sterbehilfe will Kusch durch einen neuen Paragraphen 217 im Strafgesetzbuch festschreiben.
Umfragen zufolge befürworteten mehr als 70 Prozent der Deutschen Sterbehilfe über das geltende Recht hinaus, schreibt Kusch in der NJW. Dies versetze den Arzt in ethische und rechtliche Konflikte. Bereits im Oktober 2005 hatte Kusch eine Legalisierung aktiver Euthanasie gefordert und war damit auf Kritik bei Politikern, Kirchen und Verbänden gestoßen. Kli
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema