ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2006Arzneimittel: Gute Informationen liegen vor

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Arzneimittel: Gute Informationen liegen vor

Dtsch Arztebl 2006; 103(6): A-331 / B-288 / C-273

Höffler, D.

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LNSLNS Im o. g. Artikel wird die Aussage des KBV-Vorstandes zitiert: „Wir sollten mehr über rationale Verordnung reden, über Information und Fortbildung“. Dem können wir – die AkdÄ – nur nachdrücklich zustimmen, hätten es aber doch für sinnvoll gehalten, wenn Bemühungen der deutschen Ärzteschaft, die diesbezüglich bis auf das Jahr 1911 zurückgehen, Erwähnung gefunden hätten. Zu diesem Zeitpunkt nämlich, als die Rezepturarznei zugunsten der Fertigarznei auf dem Rückzug war, begann – völlig legitim – die Industrie für ihre Produkte zu werben. Dies aber veranlasste Ärzte auf dem Internistenkongress, eine „Arznei­mittel­kommission“ zu gründen, deren Aufgabe es sein sollte, Arzneimittel kritisch zu prüfen und die Ärzte unabhängig zu beraten. Diese Kommission besteht bis heute, wird von der BÄK und der KBV finanziert und bemüht sich, durch diverse Veröffentlichungen um die von den Gründungsvätern damals und heute vom KV-Vorstand geforderte Information. Diese Veröffentlichungen sind evidenzbasierte Therapieempfehlungen, eine Vierteljahreszeitschrift „Arzneiverordnung in der Praxis“, das eben in der 21. Auflage erschienene Buch „Arzneiverordnungen“ (mit aktuellen wirtschaftlichen Hinweisen), ein elektronischer Newsletter, Therapiesympo-
sien und regelmäßige im DÄ erscheinende Berichte über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW). Gewiss: Wir haben mit unseren bescheidenen Mitteln keinen leichten Stand gegen 16 000 Pharmareferenten und Werbemillionen. Dass unsere Bemühungen von der Pharmaindustrie nicht gelobt werden und dass unsere Informationen in der „Apothekenrundschau“ mit ihren 15 Millionen Exemplaren nicht hervorgehoben werden, ist gut verständlich. Aber das DÄ als unser Standesorgan, das ja im Übrigen mit den Veröffentlichungen der UAW-Berichte unsere Arbeit dankenswert unterstützt, sollte doch bei einem solchen Artikel erwähnen, dass auf diesem Sektor bereits Erhebliches geleistet wurde und wird . . .
Prof. Dr. med. D. Höffler, Stellvertretender Vorsitzender der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft, Rappmühlstraße 10,
64331 Weiterstadt
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