ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2006Nach Renners Rücktritt: Ärztin wird Sozialministerin in Baden-Württemberg

VARIA: Personalien

Nach Renners Rücktritt: Ärztin wird Sozialministerin in Baden-Württemberg

Dtsch Arztebl 2006; 103(6): A-358 / B-314 / C-298

Hibbeler, Birgit

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Monika Stolz Foto: ddp
Monika Stolz Foto: ddp
Die Ulmer Ärztin Dr. med. Monika Stolz (CDU) wird neue Ministerin für Arbeit und Soziales in Baden-Württemberg. Die 54-Jährige ist die Nachfolgerin von Andreas Renner (CDU), der wegen seiner Äußerungen gegenüber dem katholischen Bischof Gebhard Fürst in die Schlagzeilen geraten war und am 27. Januar zurücktrat.
Ausgangspunkt für den Konflikt war Renners umstrittene Schirmherrschaft für die Homosexuellen-Parade Christopher-Street-Day in Stuttgart. Als sich Bischof Fürst (Diözese Rottenburg-Stuttgart) in die Diskussion einschaltete, soll Sozialminister Renner ihm im Sommer 2005 entgegnet haben: „ Halten Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen.“ Renner entschuldigte sich bei Fürst für die Auseinandersetzung, bestreitet allerdings den Wortlaut. Er habe lediglich das Zölibat infrage gestellt.
Mit Monika Stolz soll nun wieder Ruhe in das Ministerium einkehren. Die verheiratete Mutter von vier Kindern war zuvor Staatssekretärin im Kultusministerium. 2001 errang Stolz in ihrem Ulmer Wahlkreis das Direktmandat und sitzt seitdem im baden-württembergischen Landtag. Im Juli 2004 wurde die Ärztin und Diplom-Volkswirtin stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende. Auch der Bereich Gesundheitswesen fällt in das Ressort der neuen Ministerin. Birgit Hibbeler
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema