ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2006KVT-Praxis. Strategien und Leitfäden für die Kognitive Verhaltenstherapie

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KVT-Praxis. Strategien und Leitfäden für die Kognitive Verhaltenstherapie

Stavemann, Harlich H.

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Verhaltenstherapie: Pragmatischer Zugang
Harlich H. Stavemann: KVT-Praxis. Strategien und Leitfäden für die Kognitive Verhaltenstherapie. BeltzPVU, Beltz Verlag, Weinheim, Basel, 2005, XX, 596 Seiten, mit CD-ROM, gebunden, 49,90 €
Das Buch setzt sich mit der praktischen Umsetzung der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) auseinander. Deshalb wurde darauf verzichtet, ausführlicher in die zugrunde liegenden Theorien einzutauchen. Stattdessen bemühte man sich um einen pragmatischen Zugang zu praxisrelevanten Fragen und entwarf eine übersichtliche Gliederung nach Einsatz- und Arbeitsbereichen.
Insgesamt ist das Buch in fünf „Teile“ strukturiert, wobei der Teil fünf eher dem herkömmlichen Anhang entspricht und zusätzlich eine CD-ROM mit Materialien enthält. Die großen Überkapitel widmen sich dem „typischen Ablauf“ der ambulanten KVT (Teil eins), dem „besonderen Patienten“ (Teil zwei), der „besonderen Situation“ (Teil drei) und der „besonderen Technik“ (Teil vier). Über weite Teile wurde in den Unterkapiteln eine wiederkehrende Gliederung durchgehalten.
Im ersten Teil erhält der Leser einen chronologischen Abriss der ambulanten KVT vom Erstgespräch bis zum Training der neu erarbeiteten funktionalen Denkmuster. Damit wird der prinzipielle Standardablauf der ambulanten KVT vorgestellt. Im zweiten Teil werden schlaglichtartig die verschiedenen Anwendungsgebiete besprochen: Allgemeinpsychiatrie, Psychosomatik, Gerontopsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gewalttäter und die Justizvollzugsanstalt. Der dritte Teil stellt Besonderheiten des klinischen Alltags dar. Dabei wird auf Zwangseinweisung, gleichzeitige Psycho- und Pharmakotherapie, Ankündigung einer Straftat und somatische Komplikationen (Anfälle, Hyperventilation und Ähnliches) eingegangen. Der vierte Teil enthält neben Hinweisen zur Erstellung eines Gutachterberichtes noch Ausführungen zur Kombination von Hypnose und KVT.
Fazit: Es ist den Autoren gelungen, ein gut lesbares und übersichtliches Werk zu verfassen. Die klare Gliederung ist häufig durch fiktive Patientenzitate bereichert und ermöglicht einen effizienten Zugriff im Problemfall. Das Buch eignet sich besonders für den theoretisch vorgebildeten Berufsanfänger ohne größere klinische Vorkenntnisse. Dem klinisch tätigen Arzt wird möglicherweise vieles bekannt vorkommen, wobei andererseits gerade diese Passagen dem jungen psychologischen Therapeuten hilfreich sein können. Die Teile drei und vier behandeln grund-
sätzliche, allgemeingültige Fragen der praktischen Anwendung von Psychotherapie. Die beiliegende CD-ROM enthält alle im Buch angeführten Arbeitsblätter, Checklisten und Formulare. Robert Franzke
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