ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2006Versorgung: Sächsischer Vorschlag
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LNSLNS Allen Vertragsärzten sollten die bayerischen KV-Querelen zu denken geben. Es gibt außer der deutschen Ärzteschaft keinen Berufsstand, der durch interne Machtkämpfe sein Image, aber auch seine politische Schlagkraft derartig aufs Spiel setzt. Wir Sachsen sind den bayerischen Ärzten und der KV Bayern zu Dank verpflichtet, allerdings einer KV unter Prof. Sewering und Alt-Hauptgeschäftsführer Erich Ulbrich, die nach der Wende unsere sächsische KV generalstabsmäßig aufgebaut hat. Eben diese KVB gibt es nicht mehr; sie ist durch Fingerhakler und durch manchen machtbesessenen berufspolitischen Gernegroß zunichte und zum Spielball der Politik und der Kassen gemacht worden. Wir haben in unseren Reihen viele gut bezahlte Psychologen, die einmal analysieren sollten: Sind hier machiavellistische Machtstrategien oder schon manisch-depressive Fehlhaltungen die Ursache für eine zielgerichtete destruktive Berufspolitik? Gerade im bayerischen Staatsgebilde, dessen Ministerpräsident Stoiber den markanten Slogan in die Welt setzte „Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“, sollte man in sich gehen und die Revoluzzer vor die Türe setzen. Die Traditionen der alten bayerischen KV werden gewissermaßen in Sachsen fortgesetzt. Den bayerischen Vertragsärzten, die die Spaltungspolitik nicht mittragen wollen, können wir nur anbieten, sich mit ihren Bezirksstellen unserer sächsischen KV anzuschließen. Wir garantieren den urbayerischen Verwaltungsstil zu günstigen Verwaltungskosten, eine Gleichbehandlung aller Fachgruppen und eine faire Besetzung aller berufspolitischen Gremien ohne Vorabsprachen und Wahlmanipulationen. In einer Ära, in der die Bundesrepublik von einer Kanzlerin aus Mecklenburg-Vorpommern regiert wird, die SPD von einem Brandenburger geführt wird, ist unser sächsischer Vorschlag an die bayerischen Kollegen fair und legitim.
Dr. med. habil. Hans-Jürgen Hommel, Nordplatz 8, 04105 Leipzig
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