ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2006Medizingeschichte(n): Unfallchirurgie – Knochenbruchbehandlung

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Medizingeschichte(n): Unfallchirurgie – Knochenbruchbehandlung

Dtsch Arztebl 2006; 103(7): A-411 / B-356 / C-339

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „I. Grundgesetze der Knochenbruchbehandlung
1. Bei jedem Knochenbruch müssen die verschobenen Bruchstücke genau eingerichtet werden.
2. Die eingerichteten Bruchstücke müssen so lange ununterbrochen in guter Stellung festgehalten werden, bis sie knöchern miteinander vereinigt sind.
3. Während der notwendigen Dauer der Ruhigstellung der gut eingerichteten Bruchstücke müssen möglichst viele oder alle Gelenke des verletzten Gliedes und der ganze Körper unter Vermeidung von Schmerzen aktiv in vollem Umfang bewegt werden, um Störungen des Blutumlaufs, Schwund der Muskeln und Knochen und Versteifungen der Gelenke zu vermeiden.

II. Wer heilt die gebrochenen Knochen?
Die Zeit
Was hat der Arzt in der Zeit zu tun?
Er hat der Bruchstelle nach dem Einrichten ununterbrochen Ruhe zu verschaffen und durch Anleitung zum aktiven Gebrauch des verletzten Gliedes und des ganzen Körpers für gute Durchblutung zu sorgen.“

Lehrtafeln von Lorenz Böhler um 1930. In: Fritz Povacz: Der Geist der Böhler-Schule. Wien; München; Bern 2004, Seite 52 f. – Der Wiener Unfallchirurg Böhler (1885–1973) gilt als „Vater der Unfallchirurgie“. Sein Lehrbuch „Technik der Knochenbruchbehandlung“ (1929) wurde zu einem Klassiker seines Fachgebiets. Von 1925 bis 1963 leitete er das Unfallkrankenhaus der Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt in Wien.

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