ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2006Lebensversicherung: Rückkaufswert kaum bekannt

Versicherungen

Lebensversicherung: Rückkaufswert kaum bekannt

rco

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Rückkaufswert einer Versicherung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und stellt einen Zeitwert dar. In den ersten Jahren erreicht der Rückkaufswert meist nicht die eingezahlten Beiträge, weil diese zunächst um Abschlusskosten, Risikoprämien und Stornoabzug reduziert werden. Diese Verteilung der Kosten nach einem Verfahren des Mathematikers Zillmer bot in der Vergangenheit immer wieder Anlass für Klagen von Versicherungsnehmern gegen Versicherungen, weil dieses Verfahren offenbar nicht ausreichend offen gelegt wurde und die Versicherungsnehmer die geringen Rückkaufswerte beanstandeten.
In mehreren Urteilen im Laufe des Jahres 2005 vertraten die Gerichte den Standpunkt, dass diese Kosten gegenüber dem Kunden zwingend offen gelegt werden müssen und nicht als Geschäftsgeheimnis deklariert werden dürfen. Das Landgericht Hildesheim wertete die Zillmerung darüber hinaus sogar als „nicht interessengerecht“ und verurteilte eine Versicherung zur Zahlung eines höheren Rückkaufswerts (Az.: 1 S 3/03). rco

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote