ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2006Pizza schützt vor Herzinfarkt: Kuriose Medizingeschichten

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Pizza schützt vor Herzinfarkt: Kuriose Medizingeschichten

Dtsch Arztebl 2006; 103(7): [88]

Ellermann, Bernd

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Zeichnung: oweiss.com
Zeichnung: oweiss.com
New Yorker Mediziner fanden heraus, dass enge Krawatten den Augeninnendruck erhöhen. Damit steige auch das Risiko für die Entstehung von grünem Star. In der Studie wurde bei 60 bis 70 Prozent der untersuchten Männer ein erhöhter Augeninnendruck gemessen, sobald sie den Schlips anlegten.

Mailänder Ärzte behaupten, dass der häufige Genuss von Pizza das Herzinfarktrisiko um mehr als die Hälfte reduziert. Zugrunde liegt eine Krankenhaus-Studie mit 507 Herzinfarkt-Patienten im Alter von 25 bis 79 Jahren. Die Wissenschaftler vermuten, dass die positive Wirkung des italienischen Nationalgerichts in erster Linie auf den hohen Gehalt an Lycopenen in der Tomatensauce zurückzuführen sei. Enthalten ist diese Substanz allerdings nicht nur in Pizza, sondern auch in vielen Nudelsaucen und in frischen Tomaten.

Militärchirurgen haben aus dem Magen eines Soldaten in Ostbulgarien sechs 15 Zentimeter lange Eisenstäbe, zwei Kugelschreiber und ein 20 Zentimeter langes Türschloss operativ entfernt.

Ein brasilianischer Chirurg hat während einer Blinddarmoperation in Rio einen Kollegen erschossen. Motiv: fachlicher Streit. Der Patient wachte dadurch auf, fiel aber angesichts des Blutbades sofort in Ohnmacht.

Ein britischer Krebspatient, dem Ärzte vor drei Jahren noch eine Lebenserwartung von wenigen Monaten eingeräumt hatten, will die Gesundheitsbehörden verklagen. Der Mann hatte nach der Diagnose sofort seine Arbeitsstelle gekündigt. Nun will er eine Entschädigung, weil er noch lebt. „Den emotionalen Preis des Albtraums kann niemand beziffern“, sagte er.

Auf seinem Patienten ist ein 45-jähriger Zahnarzt eingeschlafen. Der Mediziner hatte während der Arbeitszeit Alkohol getrunken und trotz zunehmender Trunkenheit die Arbeit fortgesetzt. Der Zahnarzt erwachte erst im Krankenhaus wieder.

In Prato bei Florenz suchte man einen Totengräber in der Zeitung. Zehn Bewerber fielen bei der ersten praktischen Prüfung in Ohnmacht. Nur eine Anwärterin bestand die Aufgabe – die Exhumierung einer Leiche . . .

Gesammelt von Bernd Ellermann
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