ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2006Neuro-Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter. Grundlagen und Theorie

BÜCHER

Neuro-Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter. Grundlagen und Theorie

Gerlach, Manfred; Warnke, Andreas; Wewetzer, Christoph

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LNSLNS Neuro-Psychopharmaka: Ratgeber in Klinik und Praxis
Manfred Gerlach, Andreas Warnke, Christoph Wewetzer (Hrsg.): Neuro-Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter. Grundlagen und Theorie. Springer-Verlag, Wien, New York, 2004, XVIII, 356 Seiten, 27 zum Teil farbige Abbildungen, gebunden, 59,80 €
Wie die Herausgeber im Vorwort schreiben, will dieses Buch einen Leitfaden zur medikamentösen Behandlung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen sein. Es vermittelt kompakte Grundlagen zur Neuro-Psychopharmakologie und will zu einem tieferen Verständnis der Therapieprinzipien sowie der Besonderheiten des Einsatzes von Neuro-Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter beitragen.
Das Buch gliedert sich in drei große Abschnitte. Abschnitt A behandelt die allgemeine Psychopharmakologie. Es enthält Kapitel zu den Grundlagen der Neurotransmission, zu den Besonderheiten der Neuro-Psychopharmakologie im Kindes- und Jugendalter, wobei positiv hervorzuheben ist, dass der Stellenwert der Psychopharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung in einem eigenen Kapitel abgehandelt wird. Teil B ist der speziellen Neuro- Pychopharmakologie gewidmet und behandelt die wichtigsten Gruppen der Neuro-Psychopharmaka,unter anderem Antidepressiva, Antiepileptika, Anxiolytika und Hypnotika, Neuroleptika, Psychostimulanzien und Phasenprophylaktika. Dabei gehen die Autoren der einzelnen Kapitel recht detailliert auf die einzelnen Substanzgruppen ein und erörtern Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen.
Der dritte und umfangreichste Abschnitt (C) konzentriert sich auf die symptomorientierte Pharmakologie psychiatrischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Dieser Abschnitt ist für den Kliniker und Praktiker sicherlich der wertvollste und wird dem „Leitfadenprinzip“ in vollem Umfang gerecht. Behandelt werden im Einzelnen folgende Indikationsgebiete: aggressives Verhalten und Störungen der Impulskontrolle, Angststörungen und Phobien, Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen, autistische Störungen, depressive Störungen, Ausscheidungsstörungen (Enuresis und Enkopresis), Epilepsie, bipolare Erkrankungen, Mutismus, Persönlichkeitsstörungen, psychogene Essstörungen, schizophrene Erkrankungen, Schlafstörungen, Ticstörungen und Zwangsstörungen. Das Buch enthält im Anhang Tabellen über die wichtigsten Neuro-Psychopharmaka mit genauen Dosierungsanweisungen.
Die Herausgeber haben ein vorzügliches und übersichtliches Buch vorgelegt, das seinem Anspruch als Ratgeber in Klinik und Praxisin vollem Umfang gerecht wird. Helmut Remschmidt
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