ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2006Hochschulkliniken: Zu Warnstreiks aufgerufen

AKTUELL

Hochschulkliniken: Zu Warnstreiks aufgerufen

Dtsch Arztebl 2006; 103(8): A-437 / B-381 / C-365

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Verhandelt für die Länder: Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring Foto: ddp
Verhandelt für die Länder: Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring Foto: ddp
Tarifverhandlungen mit den Ländern stocken.

Die Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund (mb) hat die Ärzte an den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern für den 1. März 2006 zu einem Warnstreik aufgerufen. Anlass sind die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Gerade die besonders wichtige Diskussion über Einkommensverbesserungen werde von der TdL blockiert, erklärte der mb-Bundesvorsitzende, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery. Obwohl der mb seine Vorstellungen über eine leistungsgerechte Vergütung der Ärzte bereits vor Wochen vorgestellt habe, sei die TdL nicht gewillt, konkrete Vorschläge für eine Einigung vorzulegen.
Seit Oktober 2005 ringt der mb mit der TdL um den Abschluss eines arztspezifischen Tarifvertrages. Zu den Kernforderungen der Gewerkschaft zählen eine 30-prozentige Erhöhung der Gehälter, eine vollständige Bezahlung der Mehrarbeit, geregelte Arbeitszeiten und die Abschaffung kurzzeitig befristeter Arbeitsverträge. Spätestens bis zum 26. März, wenn in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewählt wird, will der mb den Tarifvertrag unter Dach und Fach haben. Danach könnten die Arbeitskampfmaßnahmen an Wirkung verlieren. JF
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema