ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2006EBM 2000plus: Ein Lösungsvorschlag
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LNSLNS Wer hat sich diesen EBM ausgedacht? In nahezu jedem zweiten DÄ sind einige Seiten blau markiert – die Mitteilungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Da werden Änderungen, Ausnahmen, usw. zum EBM veröffentlicht. Ich glaube, das Printexemplar, das wir „Vertragsärzte“ damals erhalten haben, war schon am Tag der Aussendung veraltet. Inzwischen dürfte ein Drittel des ersten Bandes (Stand 1. 4. 2005) nicht mehr aktuell sein. Ich schlage vor, den EBM als „Loseblattsammlung“ zu veröffentlichen und dem DÄ die auszutauschenden Seiten beizulegen. Wie soll man sich diese dauernden Änderungen merken und diese umsetzen? Soll der „kleine Vertragsarzt“ zuerst 30 Hefte (entspricht neun Monate) des DÄ durchsehen, bevor er guten Gewissens eine EBM-Ziffer aufschreibt, die nicht zu den 20 häufigsten Ziffern der entsprechenden Fachgruppe gehört? . . . Lassen wir doch endlich dieses dilettantische, überhastete Zusammenschustern und dauernde Ändern von Abrechnungsregeln, wie sie die GKV will. Oder wollen die Vertragsärzte weiterhin eine Zweitkonsultation im Quartal für 2,55 Euro erbringen (wenn der Punktwert bei 5,11 Cent läge) und die Budgetierung sie nicht zwingt, für Gottes Lohn zu arbeiten? Wir haben genug Patienten, und wir haben eine GOÄ (auch wenn sie im Wesentlichen schon 23 Jahre alt ist) . . . Wir stellen der KV eine GOÄ-Rechnung zu, diese kann sie prüfen und muss sie bei der GKV eintreiben. Der Patient bekommt ein Exemplar der Liquidation, um die Richtigkeit zu prüfen. Das ist dann für jeden durchschaubar und überprüfbar.
Dr. med. Friedrich Radebrecht, Plengestraße 2 a, 30459 Hannover
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